Bundesregierung will Russland für geplanten Drohnenanschlag in Leipzig zur Rechenschaft ziehen

Berlin - Das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland könnte sich noch weiter verschlechtern.

Laut einem Medienbericht wird Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) in der nächsten Woche härtere Maßnahmen gegen Russland ankündigen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Nach dem gescheiterten Drohnenanschlag am Leipziger Flughafen wird Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) wohl nächste Woche Russland für die geplanten Attacken verantwortlich machen und zugleich "weitreichende Sanktionen" ankündigen.

Das geht aus einem gemeinsamen Bericht von "Politico" und "Welt am Sonntag" hervor.

Unter Berufung auf anonyme Quellen aus Regierungskreisen heißt es, dass die Regierung inzwischen der Ansicht sei, dass die Vorfälle in Leipzig härtere Gegenmaßnahmen erfordern.

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Die Rede ist von "verschärften Sanktionen" sowie "umfangreicheren" Waffenlieferungen an die Ukraine. Es gehe demnach einerseits um direkte Maßnahmen der deutschen Regierung gegen russische Akteure und andererseits um EU-Sanktionen.

Aus dem Kanzleramt selbst gab es bislang keine Bestätigung dafür, dass Merz Russland zur Rechenschaft ziehen wolle: "Das Kanzleramt beteiligt sich nicht an Spekulationen. Das Einzige, was zählt, ist die offizielle Zuschreibung, die die Bundesregierung nach eigenem Ermessen und nach Abwägung aller Ergebnisse der Untersuchung vorlegt", teilte man auf Politico-Anfrage mit.

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Deutlich drastischer formulierte es ein anonymer Beamter. Angesichts der Tragweite der angeblich anstehenden Reaktion der Bundesregierung auf den Vorfall habe er von einer "Zeitenwende 2.0" gesprochen, heißt es im Bericht.

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