Keine Impulse: Arbeitslosenquote bleibt bei hohen 7,6 Prozent
Von Wolf-Dietrich von Dewitz
Düsseldorf - Die Arbeitslosenquote verharrt in Nordrhein-Westfalen bei 7,6 Prozent. Der Dezember-Wert sei im Vergleich zum Vormonat November unverändert geblieben und 0,1 Prozentpunkte höher gewesen als im Dezember 2024, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Düsseldorf mit.
Mitte Dezember 2025 waren in dem Bundesland den Angaben zufolge 767.017 Menschen arbeitslos gewesen und damit 1307 mehr als im Vormonat.
Im Monat Dezember zieht die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt an, da bestimmte Branchen wie das Baugewerbe und die Landwirtschaft weniger Jobs bieten.
Im vergangenen Monat stieg die Anzahl der Arbeitslosen aber verhältnismäßig schwach - normalerweise geht es in einem Dezember stärker nach oben.
BA-Regionalchef Roland Schüßler sprach von einem "moderaten Anstieg", im Dezember 2024 war die Arbeitslosenzahl hingegen um 4800 angestiegen.
Allzu positiv bewertet der Arbeitsmarktexperte dies aber nicht, schließlich sei die Arbeitslosenzahl weiterhin hoch. Aufgrund der erwartbaren saisonalen Entwicklung könne die Grenze von 800.000 arbeitslos gemeldeten Menschen im Februar überschritten werden, schätzt Schüßler.
Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt basiert auf schwacher Konjunktur
"Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Dezember wie ein Spiegelbild des ganzen zurückliegenden Jahres", sagt der Fachmann. "Für das neue Jahr 2026 bedeutet das: Wir starten zwar ohne Aufschwung, aber auch ohne neuen Dämpfer."
Grund für die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt ist die schwache Konjunktur. Viele Firmen halten sich bei Neueinstellungen zurück, wie die Zahlen der Arbeitsagenturen zeigen.
Im Dezember waren den Arbeitsagenturen in NRW 125.539 offene Stellen gemeldet, das waren 3,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Noch deutlicher wird es, wenn man auf die Zahl der in diesem Monat neu gemeldeten offenen Jobs schaut.
Deren Zahl sank um 7,4 Prozent auf 22.138. Das zeigt, dass viele Firmen erst einmal auf Neueinstellungen verzichten und es Menschen auf Jobsuche dadurch besonders schwer haben.
Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

