Hacker-Angriff auf Julia Klöckner: Kriminelle gelangen an Signal-Chats

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Berlin - Schwerwiegender Sicherheitsvorfall in der Berliner Politik: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53, CDU) ist offenbar Opfer eines gezielten Phishing-Angriffs geworden.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53, CDU) erklärte am Mittwoch, sie sei gehackt worden.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53, CDU) erklärte am Mittwoch, sie sei gehackt worden.  © Kay Nietfeld/dpa

Unbekannte Angreifer konnten sich laut einem "Spiegel"-Bericht Zugriff auf ihren Account beim Messenger-Dienst "Signal" verschaffen.

Demnach gelang es den Hackern, die Kontrolle über Klöckners Konto zu übernehmen. Damit besteht die Möglichkeit, dass auch sensible Inhalte eingesehen wurden.

Besonders brisant ist der Vorfall, da Klöckner Mitglied einer internen Chatgruppe des CDU-Präsidiums ist. In diesen Chats werden regelmäßig vertrauliche Informationen und strategische Absprachen der Parteiführung ausgetauscht. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) sei Mitglied dieser Gruppe.

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Laut dem Bericht, der sich auf Sicherheitskreise stützt, sind mittlerweile in Deutschland mindestens 300 Betroffene bekannt.

Sicherheitsbehörden warnen bereits seit längerer Zeit vor einer zunehmenden Zahl gezielter Cyberangriffe auf Politiker. Demnach handelt es sich nicht um einen Einzelfall, sondern es sei Teil einer anhaltenden Phishing-Kampagne gegen Politiker und staatliche Institutionen.

Hinter den Attacken werden laut Einschätzungen von Sicherheitskreisen russische Geheimdienste vermutet. Ziel sei es offenbar, an interne Informationen zu gelangen und politische Prozesse auszuspähen.

Erstmeldung am 22. April um 18.18 Uhr, aktualisiert um 18.40 Uhr

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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