Cybermobbing: NRW-Landtag will Internet-Führerschein für Schüler einführen

Düsseldorf - Bekommt der richtige Umgang mit sozialen Medien in den Schulen bald mehr Raum im Stundenplan? Dafür hat sich jetzt ein Expertengremium des nordrhein-westfälischen Landtags ausgesprochen. Im Gespräch: Ein "Internet-Führerschein" als schulisches Angebot für Kinder und Jugendliche.

Immer öfter versinken auch schon Grundschulkinder in sozialen Netzwerken. Und sind Mobbing und Gewalt ungefiltert ausgesetzt. (Symbolbild)
Immer öfter versinken auch schon Grundschulkinder in sozialen Netzwerken. Und sind Mobbing und Gewalt ungefiltert ausgesetzt. (Symbolbild)  © 123rf/dubova

Im Zentrum des veröffentlichten Zwischenberichts steht das Thema "Cybermobbing".

Das sei oft die Fortsetzung von Mobbing in Alltagssituationen von Kindern und Jugendlichen, zum Beispiel der Sportunterricht in der Schule. Dagegen müsse etwas getan werden, so das Gremium.

Laut den Experten lohnt sich ein Blick in die Niederlande: Dort ist das Thema Medienerziehung bereits Pflicht im Schulplan. In Deutschland fehlt das dagegen noch.

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Im Fokus standen bei der Untersuchung auch Sportvereine, Kirchenverbände und das Elternumfeld.

Auch hier sollen zahlreiche Konzepte dazu beitragen, dass sich etwas ändert und Konflikte nicht, wie bisher, in die digitale Welt mitgenommen werden.

Kinder machen immer früher negative Erfahrungen im Netz!

Zahlen belegten nämlich, dass der digitale Raum eine immer größere Rolle bei Gewalt unter Kindern und Jugendlichen spielt. Mit der Aufklärung zum Thema digitale Gewalt müsse deshalb schon in der Grundschule begonnen werden.

Der Grund: Das Alter, in dem Kinder erste negative Erfahrungen mit einem Smartphone machten, sinkt nach Angaben der Experten.

Im Herbst soll ein Gutachten mit konkreten Vorschlägen vorgestellt werden.

Titelfoto: 123rf/dubova

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