Maßnahmen zur Energieeinsparung: Beschlüsse stehen fest

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Landesregierung hat am Dienstag über Maßnahmen zur Energieeinsparung entschieden.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) will am Dienstag Maßnahmen zum Energiesparen vorschlagen.
Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) will am Dienstag Maßnahmen zum Energiesparen vorschlagen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Auf einem Energiegipfel in der Staatskanzlei in Magdeburg war vor zwei Wochen beispielsweise über zeitweise Schließungen von Behördenstandorten, Absenkungen der Raumtemperatur oder eine sparsamere Nutzung von Dienstfahrzeugen diskutiert worden.

Konkrete Ergebnisse will Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) am Dienstagnachmittag präsentieren.

Der CDU-Politiker hatte kürzlich angekündigt, mit seinem Dienstwagen freiwillig langsamer unterwegs zu sein, um Energie zu sparen. Er lasse sich nur noch mit maximal Tempo 130 über Autobahnen fahren, so ein Regierungssprecher.

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Haseloff halte sich damit an eine Richtschnur, die seit Kurzem für alle Mitarbeiter der Staatskanzlei gelte. Dienstwagen sollen generell nicht schneller als mit Tempo 130 unterwegs sein. Außerdem hatte der Ministerpräsident zuletzt auf mehr Hilfen des Bundes gedrungen.

Land und Kommunen könnten die Energiekrise nicht allein stemmen, so Haseloff.

Das sind die Beschlüsse

In den kommenden Monaten sollen Behördenstandorte zeitweise geschlossen und die Raumtemperatur in Gebäuden abgesenkt werden, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Wirtschaft, Verbraucher und die öffentliche Hand müssten einen Beitrag zur Einsparung von Energie leisten, sagte Finanzminister Michael Richter nach der Kabinettssitzung. "Insbesondere der Landesverwaltung kommt dabei eine besondere Vorbildrolle zu."

Im Bereich der Wärmeenergie soll der Verbrauch in der Landesverwaltung um rund 20 Prozent verringert werden. Laut Richter könnte das Land somit einen zweistelligen Millionenbetrag sparen. Konkret ist geplant, die Innentemperatur in Büroräumen auf 19 Grad abzusenken. Diese Maßnahme soll den Wärmeenergieverbrauch um 16 Prozent reduzieren.

Außerdem soll es eine einheitliche Behörden-Schließzeit vom 24. Dezember bis 1. Januar geben. Die Maßnahme soll weitere 2,3 Prozent einsparen. Darüber hinaus sollen die Heizzeiten auf wöchentlich 50 Stunden begrenzt werden.

Originalmeldung vom 30. August um 8.45 Uhr, aktualisiert um 16.18 Uhr.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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