Sachsen - Die Kriege toben, die Bundeswehr rüstet auf: Investitionen in Höhe von rund vier Milliarden Euro sind allein im Osten geplant. Der größte Teil der Summe (1,63 Milliarden) soll am "Schlüsselstandort" Sachsen eingesetzt werden.
Dabei geht es nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums um Investitionen in "weitgehend allen Bereichen der Infrastruktur".
Geplant sind nach aktuellem Stand 1,45 Milliarden Euro bis 2029 sowie weitere 2,49 Milliarden Euro bis 2035.
2023 hatte das Ministerium entschieden, einen neuen Bundeswehrstandort im ostsächsischen Bernsdorf-Straßgräbchen in der Oberlausitz (Kreis Bautzen) aufzubauen.
Dort soll ein neu aufzustellendes Logistikbataillon mit etwa 800 Dienstposten stationiert werden. Kosten: 700 Millionen Euro.
Oberst Marco Tkotz (49), Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, sieht in der Milliarden-Investition "ein klares Bekenntnis zu Sachsen als sicherheitspolitischer Schlüsselstandort und eine notwendige Reaktion auf die aktuelle sicherheitspolitische Lage."
Sachsen ist der Bundeswehr wegen geografischer Lage für die Verteidigung wichtig
Der Freistaat würde aufgrund seiner geografischen Lage eine zentrale Rolle bei der Verteidigung spielen.
Deutsche und verbündete Truppen nutzen bereits jetzt sächsische Verkehrswege und die Infrastruktur, "um glaubhaft zu zeigen, dass wir verteidigungsbereit sind".
Im Mai 2025 äußerte Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD) im Landtag den Plan, mehr Rüstungsfirmen nach Sachsen holen zu wollen. Im selben Jahr kündigte der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS an, in Görlitz Panzerteile bauen zu wollen und übernahm hierfür ein dortiges Werk des französischen Zugherstellers Alstom.
Der Rüstungskonzern will Teile für den Kampfpanzer Leopard 2, den Schützenpanzer Puma und den Radpanzer Boxer produzieren.
Weitere 1,37 der rund vier Milliarden Euro fließen nach Sachsen-Anhalt, 944 Millionen Euro nach Thüringen.