Kiel - Das Minenjagdboot "Homburg" wird am Freitag den Heimathafen Kiel verlassen und sich auf den Weg in den Atlantik machen.
Das Boot des 3. Minensuchgeschwaders wird am Freitag um 10 Uhr auslaufen und übernimmt für die nächsten Monate den deutschen Beitrag im ständigen NATO-Verband Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 (SNMCMG 1).
In Zusammenarbeit mit NATO-Partnern soll die "Homburg" insbesondere kritische Infrastruktur schützen, teilte die Marine mit.
Die Hauptaufgabe sei, "Seegebiete von Minen und anderen explosiven Altlasten zu räumen und damit die Sicherheit der Seewege zu gewährleisten", erklärt die Kommandantin, Korvettenkapitän Cornelia Just.
Das Einsatzgebiet besteht im Wesentlichen aus der Nordsee und dem Nordatlantik. Während des Einsatzes wird die Besatzung auch an den Manövern Northern Viking und Joint Warrior teilnehmen.
Die Besatzung wurde in den vergangenen Monaten für den Einsatz umfassend ausgebildet.
Aufenthalte in Häfen als Abwechslung zum Seealltag
Da die Heimatgewässer der "Homburg" normalerweise in der Ostsee liegen, werde es für die Soldaten viel Neues geben. "Eine willkommene Abwechslung zum Seealltag werden die geplanten Aufenthalte in Häfen bieten, die sich hauptsächlich an der Nordsee befinden", heißt es in der Mitteilung.
Insgesamt unterhält die NATO vier ständige maritime Einsatzverbände, die durch Mitgliedsstaaten von Schiffen besetzt werden.
Sie bilden gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die schnellen Eingreifkräfte der NATO. Sie können nach entsprechenden Beschlüssen der NATO und einzelner Nationen rasch verlegt werden.
Die Zusammenziehung diene außerdem der gemeinsamen Ausbildung. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in der Nord- und Ostsee.
"Dabei identifizieren oder beseitigen sie Seeminen, Torpedos und Bomben aus den Weltkriegen oder dem Kalten Krieg, die bis heute eine Gefahr für die Menschen vor Ort und die Seeschifffahrt darstellen", heißt es.