Soldat bei Übung von Polizist angeschossen: Ermittlungen eingestellt

Von Sabine Dobel

Erding - Ein Jahr, nachdem ein Soldat bei einer Großübung der Bundeswehr in Erding bei München durch einen Polizeischuss verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Landshut das Vorermittlungsverfahren eingestellt.

Bei der Großübung "Marshal Power" rief ein Anwohner die Polizei. Es kam zu einem Schusswechsel.  © Armin Weigel/dpa

Nach Prüfung der Geschehnisse rund um die Bundeswehrübung "Marshal Power" sei die Behörde zu dem Ergebnis gekommen, dass weder Beteiligten seitens der Bundeswehr noch seitens der Polizei strafbares Verhalten vorzuwerfen sei, teilten die Anklagebehörde und das Bayerische Landeskriminalamt mit.

Bei der Bundeswehr-Großübung war es am Abend des 22. Oktober vergangenen Jahres zu einem Schusswechsel gekommen. Ein bewaffneter Bundeswehr-Angehöriger war von Zeugen für eine Bedrohung gehalten worden - sie alarmierten die Polizei.

Nach Eintreffen der Polizei habe sich sowohl für die Soldaten als auch für die Polizeibeamten die Situation vor Ort unübersichtlich dargestellt, erläuterte die Staatsanwaltschaft.

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Dabei gingen die Polizeibeamten von einem unmittelbar bevorstehenden Angriff aus, die Bundeswehrsoldaten von einem nicht angekündigten Übungsszenario unter Beteiligung externer Kräfte, hier in Form der Polizei.

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Soldat eröffnete das Feuer mit Platzpatronen

Ein Soldat habe im Glauben an ein Übungsszenario mit Platzpatronen das Feuer auf die Polizeibeamten eröffnet. Nicht wissend, dass es sich um Platzpatronen handelte, gingen die Polizeibeamten von einem realen Angriff auf sich aus und schossen mit scharfer Munition zurück.

Dabei verletzte einer der Polizeibeamten diesen Soldaten mit einem Streifschuss im Gesicht.

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