Taucher, Spezialkräfte und Landungsboote der NATO an deutscher Ostseeküste
Putlos - Seit Mittwochmorgen läuft an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste eine amphibische Landeübung. Nahe dem Truppenübungsplatz Putlos werden Soldaten, Waffen und Material an Land gebracht.
Der Transport an Land ist Teil von "Steadfast Dart 26", der größten NATO-Übung in diesem Jahr. Bei der Übung geht es um die schnelle Verlegung und Versorgung der "Allied Reaction Force" (ARF), der Speerspitze der NATO.
Der ARF gehören 40.000 Soldaten an, die bereits nach zehn Tagen einsatzbereit sein können.
Bei Putlos gehen am Mittwoch Taucher und Spezialkräfte an Land, anschließend sollen Landungsboote den Küstenabschnitt ansteuern. An der amphibischen Anlandung sind 15 Schiffe mit 2600 Soldaten beteiligt.
Insgesamt sind an der Übung im Zeitraum von Januar bis März europaweit 10.000 Soldaten beteiligt. Rund 7300 Soldaten aus Italien, Spanien, Türkei, Tschechien und Griechenland werden nach Deutschland verlegt.
Die ARF-Kräfte werden aus der Türkei, Italien und Spanien auf dem See-, Land- und Luftweg nach Deutschland gebracht. Die Bundeswehr unterstützt die Übung als Gastnation.
Gefechtsübung im Raum Munster
Die Verlegung bei "Steadfast Dart 2026" findet durch ganz Europa statt. In Deutschland liegt der Schwerpunkt im Norden. Die Häfen in Emden und Kiel dienen als Hauptankunftspunkte.
Neben der amphibischen Landungsübung in Ostholstein findet im Raum Munster eine Gefechtsübung statt. Truppenverlegungen und militärische Transporte finden vor allem in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt statt.
Durch die geografische Lage dient Deutschland der NATO als zentrale Drehscheibe. Im Bündnisfall müssen beim Transit und in der Bundesrepublik 800.000 Soldaten und 200.000 Fahrzeuge innerhalb von sechs Monaten versorgt werden.
Zu den Aufgaben gehören die Bereitstellung von Unterkünften, Verpflegung, medizinischer Versorgung, Betankung bis hin zur Konvoibegleitung, Bewachung und Absicherung.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

