Darum richten sich am Sonntag alle Blicke ins brandenburgische Senftenberg

Von Marc-Oliver von Riegen, Alina Grünky

Senftenberg - CDU oder AfD – wer holt das Landratsamt? Die Stichwahl in Oberspreewald-Lausitz könnte in Brandenburg Geschichte schreiben.

Antje Ruhland-Führer kann die AfD-Landrätin Brandenburg werden. (Bildmontage)  © Sebastian Gollnow/dpa, ---/Antje Ruhland-Führer/privat/dpa

Da im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichen konnte, entscheiden die Wählerinnen und Wähler an diesem Sonntag in einer zweiten Runde über das Amt des Landrats. Das teilte der Landkreis mit.

In der Stichwahl treten Gesundheitsdezernent Alexander Erbert (46, CDU) und Anwältin Antje Ruhland-Führer (AfD) gegeneinander an. Erbert hatte in der ersten Runde 48,8 Prozent der Stimmen erhalten, Ruhland-Führer lag bei 43,6 Prozent.

Der dritte Bewerber, Evgeni Kivman (31) von der Tierschutzpartei, schied mit 7,6 Prozent aus dem Rennen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,4 Prozent. Amtsinhaber Siegurd Heinze (64,parteilos) war nach 16 Jahren im Amt nicht erneut angetreten.

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Die Wahl wird mit besonderem Interesse verfolgt, da die AfD erstmals in Brandenburg die Chance hat, einen Landrat zu stellen. Der erste Landrat der AfD war bundesweit 2023 Robert Sesselmann in Sonneberg in Thüringen.

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Die Landratswahl in Oberspreewald-Lausitz ist die erste von insgesamt sechs Landratswahlen in Brandenburg in diesem Jahr. In den kommenden Monaten folgen weitere Wahlen unter anderem in den Landkreisen Elbe-Elster, Spree-Neiße, Barnim, Uckermark und Ostprignitz-Ruppin.

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