Treffen mit Aktion 451: AfD in Hessen mit Warnung an Parteinachwuchs

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Von Jens Albes

Wiesbaden - Die AfD in Hessen warnt ihre jungen Mitglieder vor der rechten Studentengruppe Aktion 451, die laut dem österreichischen Verfassungsschutz eine "Identitäre Tarngruppe" ist.

Hessens AfD-Chef Robert Lambrou (58) betont die Bedeutung des Rundschreibens für Mitglieder der Generation Deutschland.
Hessens AfD-Chef Robert Lambrou (58) betont die Bedeutung des Rundschreibens für Mitglieder der Generation Deutschland.  © Michael Brandt/dpa

In seinem Jahresbericht 2024 spricht der Verfassungsschutz in Wien von "personellen Überschneidungen" mit der Identitären Bewegung Österreich (IBÖ) der Neuen Rechten. 

Der AfD-Landesvorstand in Wiesbaden empfiehlt in einem Schreiben an Hessens rund 170 Mitglieder der neuen AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) entsprechend, "nicht an Treffen der sogenannten Aktion 451 teilzunehmen".

Es gebe deutliche Hinweise, dass diese "eine Tarnorganisation der Identitären Bewegung ist, die auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD steht". 

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Das Rundschreiben des hessischen AfD-Vorstandes liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. 

Hessens AfD-Chef, Robert Lambrou (58), teilte der dpa mit, nun könnten sich GD-Mitglieder nicht mehr "herausreden, nicht zu wissen, was das ist", wenn man zu Veranstaltungen der Aktion gehe. 

Das Schreiben betont nach Lambrous Worten, "dass es ein Gegengewicht gegen die linke Dominanz an Hochschulen braucht. Das sollten wir aber aus eigener Kraft gestalten, statt sich auf zweifelhafte Organisationen einzulassen. Wir sind inzwischen auch mitgliederstark genug, um das selbst zu leisten", ergänzte der hessische AfD-Landessprecher.

Rundschreiben der AfD: "Junge Mitglieder unter besonderer Beobachtung durch viele Medien"

Stehen junge Mitglieder unter besonderer Beobachtung? (Symbolfoto)
Stehen junge Mitglieder unter besonderer Beobachtung? (Symbolfoto)  © Carsten Koall/dpa

In dem Rundschreiben der Alternative heißt es darüber hinaus: "Gerade unsere jungen Mitglieder stehen unter besonderer Beobachtung durch viele Medien, die darauf warten, dass wir Fehler machen. Darum ist es bei Kontakt mit neuen Organisationen geboten, vor einer Teilnahme genau zu recherchieren, worum es sich handelt."

Auf der Internetseite der Aktion 451 heißt es: "Wir sind die Flamme, die nicht erlischt."

Universitäten sollten Orte des offenen Streits sein, "keine ideologischen Echokammern, keine Zensurzonen". Und weiter: "Die Aktion 451 kämpft für eine freie Debatte statt Sprechverboten, für dissidentes Denken statt einer Einheitsmeinung."

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In Deutschland ist die in Österreich entstandene Aktion 451 nach eigenen Worten unter anderem in Frankfurt aktiv.

Titelfoto: Montage: Michael Brandt/dpa, Carsten Koall/dpa

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