NRW-Grüne fordern soziale Alternative zum 49-Euro-Ticket

Düsseldorf - Nach der Einigung von Bund und Ländern auf den geplanten Start des 49-Euro-Tickets im Mai fordern die Grünen in Nordrhein-Westfalen einen zusätzlichen Sozialtarif.

Verena Schäffer (36) fordert einen erschwinglichen Sozialtarif als Alternative zum 49-Euro-Ticket.
Verena Schäffer (36) fordert einen erschwinglichen Sozialtarif als Alternative zum 49-Euro-Ticket.  © Oliver Berg/dpa

Zwar sei das Ticket ein großer Schritt auf dem Weg zu kostengünstiger und klimafreundlicher Mobilität - für viele Menschen mit wenig Geld seien 49 Euro monatlich aber immer noch viel zu viel, sagte Grünen-Landtagsfraktionschefin Verena Schäffer der "WAZ" (Montagsausgabe).

Begleitend zum 49-Euro-Ticket brauche es deshalb ein bezahlbares Sozialticket, "damit gerade Menschen, die Sozialleistungen beziehen, nicht auf der Strecke bleiben", mahnte Schäffer.

Nach monatelangem Streit hatten sich Bund und Länder am Freitag auf das Startdatum 1. Mai für das 49-Euro-Monatsticket für Busse und Bahnen im Regionalverkehr geeinigt.

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Als Koalitionspartner in der Landesregierung von Ministerpräsident Hendrik Wüst (47, CDU) beziehen die NRW-Grünen sich damit auch auf eine Forderung verschiedener Sozialverbände. So hatte der VdK etwa einen bundesweit gültigen Sozialtarif für maximal 29 Euro gefordert.

"Wir sehen das Land in der Verantwortung, gerade bei der Mobilität Teilhabe für Menschen zu ermöglichen, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen", so Schäffer gegenüber "WAZ".

In NRW gibt es bislang nur ein bezuschusstes Sozialticket für Hilfsempfänger - und das ist in den meisten Fällen auf das jeweilige Stadtgebiet beschränkt. Der Preis ist unterschiedlich, liegt meist aber schon über 29 Euro.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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