Nach Kinderporno-Skandal: Ex-Abgeordneter tritt aus der Linken aus

Von Simone Rothe

Erfurt - Nach einer Verurteilung wegen des Besitzes kinderpornografischer Inhalte hat ein ehemaliger Landtagsabgeordneter der Linken die Partei verlassen.

Nach dem Strafbefehl wegen Kinderpornografie ist der Ex-Landtagsabgeordnete aus der Linkspartei ausgetreten. (Symbolfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Sein Austritt sei im April registriert worden, sagte ein Sprecher des Landesverbandes in Erfurt auf Anfrage. Zuerst berichtete MDR Thüringen über den freiwilligen Abgang des Mannes. 

Der Ex-Abgeordnete war nach dem Urteil vom Vorstand aufgefordert worden, Konsequenzen zu ziehen und die Linke zu verlassen. Auch ein mögliches Parteiausschlussverfahren war im Gespräch. "Für die Linke ist ein solches Verhalten mit unseren Werten unvereinbar", hatte der Vorstand erklärt. 

Der ehemalige Mandatsträger, gegen den Vorwürfe wegen des Besitzes kinderpornografischen Materials vor der Landtagswahl 2024 bekannt wurden, wurde im März verurteilt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Stadtroda einen Strafbefehl gegen ihn.

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Das Gericht verhängte eine neunmonatige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er musste außerdem 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen, die sich für den Kinderschutz engagiert.

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