Nach Wahl-Debakel: FDP-Chef Christian Dürr tritt zurück
Von Ulrich Steinkohl
Berlin - Als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der FDP bei den jüngsten Landtagswahlen tritt die gesamte Parteiführung um den Vorsitzenden Christian Dürr (48) zurück.
Präsidium und Bundesvorstand sollen nach Angaben aus der FDP beim Parteitag Ende Mai neu gewählt werden - ein Jahr früher als eigentlich vorgesehen.
Das hat der Bundesvorstand nach dpa-Informationen bei seiner Sitzung in Berlin beschlossen.
Die FDP war am Sonntag bei der Wahl in Rheinland-Pfalz mit 2,1 Prozent und zwei Wochen zuvor in Baden-Württemberg mit 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.
In beiden Ländern flogen die Liberalen damit aus dem Landtag. In Rheinland-Pfalz gehörten sie bisher sogar der Ampel-Landesregierung an. Baden-Württemberg sieht die FDP als ihr Stammland an. Dort war sie seit dem Krieg kontinuierlich im Landesparlament vertreten gewesen.
Der aus Niedersachsen kommende Dürr war erst im Mai vergangenen Jahres an die Spitze der Bundespartei gewählt worden. Er folgte Christian Lindner (47) nach, der die Verantwortung für das Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2025 übernahm und sich aus der Politik zurückzog.
Erstmeldung um 16.20 Uhr, zuletzt aktualisiert um 16.52 Uhr.
