Bald im AfD-Bundesvorstand? Björn Höcke liebäugelt mit Kandidatur

Pfiffelbach - Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke (50) schließt eine Bewerbung für einen Sitz im Bundesvorstand auf dem Parteitag im Juni nicht aus.

Spielt Björn Höcke (50) in Zukunft eine größere Rolle in der Bundespolitik der AfD?
Spielt Björn Höcke (50) in Zukunft eine größere Rolle in der Bundespolitik der AfD?  © Bodo Schackow/dpa

Er könne sich dies "selbstverständlich" vorstellen, sagte Höcke am Samstag auf einem Parteitag der Thüringer AfD in Pfiffelbach (Weimarer Land) der Deutschen Presse-Agentur. Endgültig geklärt sei dies jedoch noch nicht.

"Da muss Arbeit neu verteilt werden. Weil man dann auch im Bundesvorstand die Ressourcen braucht, um eine aktive Rolle spielen zu können", so Höcke, der in Thüringen auch die Landtagsfraktion der AfD führt. "Man will ja nicht nur passives Mitglied sein, sondern auch mitgestalten." Es seien noch ein paar Wochen Zeit, "und wir sind noch im Nachdenken."

Auf dem Landesparteitag wurden Höcke und weitere Thüringer AfD-Vertreter als Delegierte für den Bundesparteitag in Riesa gewählt. Vor den rund 260 Anwesenden in Pfiffelbach hatte Höckes Äußerung, demnächst "vielleicht die Parteiführung auf Bundesebene auch mitzuprägen", für Beifallsstürme gesorgt.

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Der Thüringer Landesverband gilt als besonders weit rechts stehend und wird wegen rechtsextremistischer Tendenzen vom Verfassungsschutz beobachtet. Aktuell ist der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner (55) aus Thüringen als einer von zwei AfD-Vizechefs Mitglied des Bundesvorstands.

Parteichef ist derzeit Tino Chrupalla (47), Co-Chef Jörg Meuthen (60) war Ende Januar zurückgetreten.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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