Merz beim Landesparteitag: "Habe das Glück, im Westen groß geworden zu sein"

Von Christopher Kissmann

Magdeburg - Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) sieht es als persönlichen Glücksfall, dass er in Zeiten der deutschen Teilung im Westen geboren wurde - und nicht in der DDR.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) spricht auf dem Landesparteitag der CDU Sachsen-Anhalt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) spricht auf dem Landesparteitag der CDU Sachsen-Anhalt.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

"Ich habe das Glück, und es ist nicht mehr als Glück und Zufall gewesen, nur das, im Westen geboren, im Westen groß geworden zu sein", sagte Merz beim Landesparteitag der sachsen-anhaltischen CDU in Magdeburg.

Der Kanzler betonte, die Menschen im Westen hätten das Glück, bereits seit 80 Jahren in Frieden und in Freiheit zu leben und nicht erst seit 35 Jahren wie die Menschen in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung.

Das, was man gemeinsam erkämpft habe, sei nicht das Ergebnis von historischen Zufällen, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. "Politik wirkt", sagte der CDU-Politiker.

Merz fordert, dass Fehler des Staates rückgängig gemacht wird
Friedrich Merz Merz fordert, dass Fehler des Staates rückgängig gemacht wird

Merz verwies in dem Zusammenhang darauf, dass Entscheidungen im Bundestag immer wieder umstritten gewesen seien, etwa nach 1990 nach der Wiedervereinigung. In der Erinnerung aber verblasse der Streit, so Merz.

Kanzler will mehr Gelassenheit bei politischen Debatten

Zuletzt hatte die schwarz-rote Bundesregierung tagelang über ein Rentenpaket gestritten. "Diese Diskussion war richtig und notwendig", betonte Merz.

Der Kanzler plädiert insgesamt für mehr Gelassenheit bei politischen Debatten. Die Dinge, die man in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten erreicht habe, habe man im politischen Meinungskampf erstritten. "Und deswegen will ich uns aufrufen: Wir müssen wieder streitfähig sein."

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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