Berlin - Nach dem umstrittenen Auftritt von Clan-Chef Issa Remmo (58) bei Wahlpartys der Berliner Linken sorgt nun ein weiterer Gast für Kritik. Nach Angaben des Vereins democ, war auch der Anti-Israel-Aktivist Ibrahim Ibrahim bei der Feier in Neukölln zu sehen.
Ibrahim wird von democ als führender Unterstützer der Terrororganisation PFLP ("Volksfront zur Befreiung Palästinas") in Deutschland bezeichnet. Er trat in Berlin als Vertreter des "Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees" auf. Der Verfassungsschutz stuft die Gruppe als extremistisch ein, die EU und die USA führen die PFLP als Terrororganisation.
Für besondere Kritik sorgen frühere Äußerungen Ibrahims. Laut democ bezeichnete er den 2024 von der israelischen Armee getöteten Hamas-Anführer Jahja Sinwar als "standhaften Führer" und "Märtyrerhelden". Sinwar war maßgeblich an der Koordination des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 beteiligt.
Auf TikTok verbreitete sich das Foto. Darauf ist neben Ibrahim auch der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak (47) zu sehen. Ibrahim soll bereits zuvor bei Veranstaltungen der Neuköllner Linken aufgetreten sein.
Und auch Issa Remmo war am Wahlabend bei den Linken in Neukölln und Kreuzberg aufgetaucht. Die Partei betonte anschließend, er sei nicht eingeladen gewesen.
Spitzenkandidatin und Wahlsiegerin Elif Eralp (45) sagte im ZDF: "Er war nicht eingeladen und wurde wieder rausgeschickt." Zugleich stellte sie klar: "Mit organisierter Kriminalität haben wir nichts zu tun, die bekämpfen wir."