Krause vs. Reiter: Grüne hoffen in Münchens Stichwahl auf CSU-Unterstützung

Von Marco Hadem

München - Die Kommunalwahl in München brachte einige Überraschungen: Der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) musste deutliche Verluste hinnehmen, während Dominik Krause (35) als erster Grüner in die Stichwahl ums Oberbürgermeisteramt einzog. Für die anstehende Entscheidung setzen die Grünen nun auf Stimmen aus dem CSU-Lager.

Eva Lettenbauer (33, l.) und Gisela Sengl (65), Parteivorsitzende der bayerischen Grünen, sitzen bei einer Pressekonferenz.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

"Wir sind uns sicher, dass viele Baumgärtner-Wähler jetzt Dominik Krause für die bessere Wahl halten", sagte die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Eva Lettenbauer (33), auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

Bei der Stichwahl werde "nach Personen gewählt", nicht nach Partei. Krause habe schon im Wahlkampf gezeigt, dass er ein "verbindender Kandidat" sei und kein über allem schwebender Dieter Reiter (SPD).

In der ersten Wahlrunde am Sonntag war neben Amtsinhaber Reiter (35,6 Prozent) auch der Grüne-Bewerber Krause (29,5 Prozent) in die Stichwahl gekommen.

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Der CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner hatte dagegen nur 21,3 Prozent der Stimmen erhalten und damit weit abgeschlagen die Stichwahl verpasst.

Damit ist erstmals ein Grünen-Kandidat in einer Stichwahl um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters.

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