Von Christoph Trost, Marco Hadem, Michael Donhauser und Simon Sachseder
München - Zwei Wochen nach der Hauptwahl der Kommunalwahlen in Bayern finden am Sonntag vielerorts die Stichwahlen statt. Überall dort, wo bei den Landräten, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern im ersten Wahlgang am 8. März kein Bewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen holte.
Konkret gehen deshalb in 29 Landkreisen und mehr als 250 Städten und Gemeinden die Erst- und Zweitplatzierten noch einmal direkt gegeneinander ins Rennen.
Die Stichwahl findet von 8 bis 18 Uhr statt. Dafür sollten die Wähler laut Stadt München ihre weiterhin gültige Wahlbenachrichtigung der Kommunalwahlen und ein Ausweisdokument mitbringen.
Wer die Wahlbenachrichtigung verloren hat, muss sich über seinen Wahlraum informieren und kann auch nur mit einem Ausweisdokument wählen.
Die Stadträte, Gemeinderäte und Kreistage stehen fest – aber vor Ort sind eben auch die (Ober-)Bürgermeister und Landräte ein entscheidender Faktor.
Sie geben oft maßgeblich die Richtung vor in vielen Bereichen, die das Leben der Menschen direkt betreffen, etwa bei Straßen, Schulen, Schwimmbädern oder vielen weiteren kommunalen Themen.
Wer gewinnt den Rathaus-Chefsessel in München?
Nach nicht endenden Negativ-Schlagzeilen kurz vor dem Wahltermin musste Münchens amtierender Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) im ersten Wahlgang empfindliche Verluste hinnehmen - und muss nun zittern.
Sein Herausforderer Dominik Krause (35, Grüne) lag mit 29,5 Prozent in der ersten Runde nicht weit hinter Reiter zurück, der auf 35,6 Prozent kam. Der CSU-Mann kam auf Platz 3.
Die Münchner CSU hat für die Stichwahl inzwischen eine Empfehlung für Reiter ausgesprochen.