Protest in Kopenhagen: Demo gegen Trumps Grönland-Pläne

Von Jan Mies

Kopenhagen (Dänemark) - Hunderte Menschen haben am Samstagmittag in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gegen die Grönlandpläne von US-Präsident Donald Trump (79) demonstriert.

In Kopenhagen versammelten sich zahlreiche Menschen für die "Pro-Grönland"-Demonstration.  © Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

"Die Botschaft aus Kopenhagen ist laut und deutlich. Grönland ist keine Handelsware", sagte Oberbürgermeisterin Sisse Marie Welling (39) dänischen Medien zufolge.

Auf dem Rathausplatz waren etlichen Grönland- und Dänemarkfahnen zu sehen. Die riesige Arktisinsel, die Trump für die Sicherheit der USA übernehmen will, ist Teil des Königreichs Dänemarks.

"Grönland steht nicht zum Verkauf", war auf einem Schild der Demonstranten zu lesen. Auch in weiteren dänischen Städten und auch auf Grönland selbst sind heute Demonstrationen gegen die US-Politik geplant.

Donald Trump USA greifen IS-Stellungen in Nigeria an: Trump wünscht toten Terroristen "Frohe Weihnachten"

"Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen Volkes", hatte Poul Johannesen, Initiator der grönländischen Bürgerinitiative "Hände weg von Kalaallit Nunaat", zur Ankündigung der Demonstration auf Grönland gesagt.

Anzeige
US-Präsident Donald Trump (79) möchte Grönland - und das um jeden Preis?  © Alex Brandon/AP/dpa

Riesige Prostest-Welle: "Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter"

Jede Menge Plakate und Flaggen waren in der Innenstadt von Kopenhagen zu sehen.  © Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Vor dem Start der Kopenhagener Demo bekräftigten mehrere US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Trump. "Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter", sagte der demokratische Senator Chris Coons (62).

Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten Staaten das größtenteils von Eis bedeckte Grönland übernehmen wollen. Er begründet dies mit einer Bedrohung durch China und Russland in der Region.

Die elf US-Parlamentarier, die nach Dänemark gereist waren, versuchten zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf Widerstand stoße. Zu der Gruppe gehörten zwei Vertreter von Trumps republikanischer Partei.

Donald Trump Bei Besuch im Ford-Werk: Donald Trump zeigt Mitarbeiter den Stinkefinger

Dies sei aber kein Zeichen dafür, dass sich die Republikaner in Gänze nicht für das Thema interessierten oder schon für eine Seite entschieden hätten, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski (68).

Mehr zum Thema Donald Trump: