Trump lässt sich nicht von Grönland-Übernahme abbringen: "Es wird geschehen!"

Nuuk/Washington D.C. - Der Streit um Grönland spitzt sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump (79) hat untermauert, wie ernst er es meint.

US-Präsident Donald Trump (79) hat erneut untermauert, dass er Grönland unbedingt haben will. (Archivbild)  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

In der Nacht auf Montag erneuerte Trump seinen Vorwurf, wonach es Dänemark bisher nicht geschafft habe, Grönland vor Russland zu beschützen.

"Die NATO sagt Dänemark seit 20 Jahren: 'Ihr müsst die russische Bedrohung aus Grönland vertreiben.' Leider war Dänemark nicht in der Lage etwas dagegen zu unternehmen", schrieb Trump um Mitternacht (Ortszeit) auf seiner Plattform "Truth Social".

Was die Dänen angeblich nicht geschafft hätten, wolle er nun in die eigenen Hände nehmen: "Jetzt ist es an der Zeit und es wird geschehen!!!"

Donald Trump Bei Besuch im Ford-Werk: Donald Trump zeigt Mitarbeiter den Stinkefinger

Die Vorwürfe aus den USA ließ man in Dänemark am Montagmorgen nicht umkommentiert. Ein Verteidigungsexperte der Universität Aarhus erklärte gegenüber dem Sender "TV2": "Seit 20 Jahren gibt es keine Bedrohung von Russland gegen Grönland, und die USA haben nicht einen einzigen Hundeschlitten auf dem Stützpunkt in Grönland stationiert. Das ist also sein üblicher Unsinn."

Kein Unsinn, sondern bitterer Ernst sind dagegen die Strafzölle, die Trump ab dem 1. Februar gegen jene Nationen angekündigt hatte, die zuletzt Soldaten auf Erkundungsmission nach Grönland geschickt hatten.

Anzeige
Die Grönländer gingen am Wochenende gegen die Übernahme-Pläne der US-Regierung auf die Straße.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Laut einem Bericht des Magazin "Politico" plant die EU einen Zoll-Gegenschlag. Demnach sollen Zölle im Wert von 93 Milliarden Euro gegen die USA erhoben werden.

Mehr zum Thema Donald Trump: