Kretschmers "Brandmauer"-Aussage findet ihren Widerhall

Dresden - Viele haben auf die "Brandmauer-Äußerung" von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) im "Handelsblatt" reagiert. Nicht immer positiv.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU): Wohin steuert Sachsen?  © IMAGO/Mike Schmidt

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörg Urban (61) hat Kretschmers Einlassungen als Vorstoß zu einer offiziellen Zusammenarbeit mit der Linken verstanden und war sauer, provozierte aber sofort wieder.

Er warte auf einen Anruf Kretschmers, um über seinen 10-Punkte-Plan für Sachsen zu reden, ließ Urban über seine Pressestelle ausrichten.

"Wir müssen mit jedem reden, der reden will", hatte Kretschmer dem "Handelsblatt" gesagt und "Brandmauern" als unzeitgemäß bezeichnet.

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Die meisten interpretierten das jedoch als mögliche Öffnung gegenüber der AfD. Für Susanne Schaper (48, Linke) ein No-Go: "Sollte die Koalition Mehrheiten mit der AfD anstreben oder einkalkulieren, wären wir raus aus dem Konsultationsverfahren."

Für Ronny Kupke (49, BSW) ist miteinander zu reden schlichte Normalität in einer Demokratie. Kretschmers späte "Absage an die ritualisierte Brandmauer-Debatte" nannte er vernünftig.

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Anders der Juso-Landesvorsitzende Mats Rudolph: "Wer als Ministerpräsident öffentlich erklärt, Debatten über die klare Abgrenzung nach rechts seien überholt, sendet bewusst das Signal, politische Grenzen weiter zu verschieben und das weit über Sachsen hinaus."

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