Von Stefan Hantzschmann, Christian Rüdiger
Ilmtal-Weinstraße - Nach Ansicht von Thüringens AfD-Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke (54) war es eine richtige Entscheidung seiner Partei, auf Distanz zur CDU zu bleiben.
"Halten wir uns fern von einer vermerkelten, ausgemerkelten CDU", rief Höcke bei einem Landesparteitag in Pfiffelbach (Weimarer Land). Die CDU sei hauptverantwortlich für die "schlimme Lage" in Deutschland im Jahr 2026.
"Sie ist ein totgerittener Gaul und ein totgerittenes Pferd, das besteigt man nicht, das lässt man links liegen und überlässt man seinem weiteren Schicksal", betonte der 54-Jährige.
Mitglieder der Thüringer AfD hatten sich in Pfiffelbach getroffen, um Delegierte für den AfD-Bundesparteitag (4. und 5. Juli) in Erfurt zu bestimmen.
Die AfD-Fraktion mit ihrem Vorsitzenden Höcke ist im Thüringer Landtag stärkste Kraft, aber als Oppositionsfraktion isoliert. Höcke hatte nach vergangenen Landtagswahlen mehrfach eine Zusammenarbeit mit der CDU angeboten, die jedoch stets ablehnte.
Höcke sagte, man habe den richtigen Kurs eingeschlagen und die Gesamtpartei zusammengehalten. "Es gibt keine Alternative im Establishment." Mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September sagte er: "Wir sind auf dem besten Weg zur absoluten Mehrheit."
Bei der jüngsten Umfrage von Insa von Mitte Mai lag die AfD in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze (46) kommt da auf 24 Prozent.