Schiffe stecken in Kriegs-Gebiet fest: Verband Deutscher Reeder begrüßt Trumps Vorschlag

Von Lukas Karl Müller

Hamburg - Der Verband Deutscher Reeder (VDR) heißt die Idee einer Eskorte für die wegen des Iran-Kriegs blockierten Schiffe gut.

Der Schifffahrtverkehr in der Straße von Hormus - die an den Persischen Golf angrenzt - soll laut US-Präsident Donald Trump (79) gesichert werden.
Der Schifffahrtverkehr in der Straße von Hormus - die an den Persischen Golf angrenzt - soll laut US-Präsident Donald Trump (79) gesichert werden.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

"Um den im Persischen Golf eingeschlossenen Schiffen zeitnah die Ausfahrt aus dem Kriegsgebiet zu ermöglichen, ist ein Marine-Geleitschutz dringend notwendig", teilte der Verband der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump (79) angekündigt, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus - die an den Persischen Golf angrenzt - sichern zu wollen. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Irans fährt rund ein Fünftel der globalen Öltransporte.

"Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

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Der VDR aus Hamburg geht inzwischen davon aus, dass mindestens 30 Schiffe deutscher Reedereien im Persischen Golf eingeschlossen sind. Denn die Straße von Hormus ist wegen der Gefahr von Angriffen praktisch gesperrt ist. Zunächst ging der Verband von mehr als 25 Schiffen aus.

Auch der internationale Schifffahrtsverband Bimco begrüßte Trumps Vorstoß

Falls erforderlich, würde die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Das erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Falls erforderlich, würde die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Das erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social.  © Kay Nietfeld/dpa

Außer dem VDR begrüßte auch der internationale Schifffahrtsverband Bimco Trumps Vorstoß. Dessen Ankündigung, Tanker eskortieren zu lassen, klinge "interessant". Der Verband warte auf weitere Klarstellungen. "Allerdings ist es unrealistisch, allen Tankern, die in derzeit vom Iran bedrohten Gebieten operieren, Schutz zu gewähren", teilte Bimco weiter mit. Dies erfordere eine sehr große Zahl an Kriegsschiffen.

Zu der Schließung der Straße von Hormus gibt es unterschiedliche Angaben des Irans und der USA. Vor der Straße stauen sich Tanker. Ein Containerschiff meldete am Mittwoch der Seehandelsaufsicht der britischen Marine, in der Meerenge mit einem unbekannten Projektil angegriffen worden zu sein.

Titelfoto: Bildmontage: -/The Visible Earth/NASA/dpa, Kay Nietfeld/dpa

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