Weil es mit Grönland nicht geklappt hat: Donald Trump will nächste Insel kaufen
Washington D.C. (USA) - Um sich einen militärischen Vorteil gegenüber Russland zu sichern und an wertvolle Erdschätze zu kommen, gab US-Präsident Donald Trump (79) immer wieder Angebote ab, um die Insel Grönland zu kaufen. Grönland selbst, aber auch Dänemark, das die autonome Region verwaltet, schlagen diese Angebote immer wieder aus. Jetzt hat eine andere Insel die Aufmerksamkeit des "mächtigsten Mannes der Welt" erweckt.
Das Weiße Haus rund um den US-Präsidenten tüftelt derzeit an einem Plan, um Mauritius ein lukratives Angebot über den Verkauf der Chagos-Inseln im Indischen Ozean zu machen, heißt es in einem Beitrag der Nachrichtenagentur "Reuters". Die Chagos-Inseln liegen ungefähr 2000 Kilometer nordöstlich der Inselgruppe Mauritius.
Die Regierung wolle dabei das Angebot so auslegen, dass Großbritannien, das ihr Überseegebiet eigentlich im letzten Jahr abtreten wollte, nicht mit in die Verhandlungen involviert ist.
Dabei lüstet es den US-Präsidenten nicht ausschließlich nach paradiesischer Wärme, leeren Sandstränden und einer eigenen Insel, die er als Altersdomizil beziehen kann, sondern vielmehr nach einer militärisch vorteilhaften Lage. Denn auf dem unscheinbaren Atoll liegt der wichtige Militärstützpunkt Diego Garcia.
Dieser Militärstützpunkt sei für die USA "eine lebenswichtige und unverzichtbare Militäreinrichtung von erheblicher Bedeutung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten", erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses gegenüber der Nachrichtenagentur.
Bisher betreiben die USA und Großbritannien gemeinsam die Militärbasis auf dem Atoll. Allerdings könnte sich dies bald ändern.
Großbritannien möchte Überseegebiet wieder abtreten
Die Chagos-Inseln sind eines von vielen britischen Überseegebieten, ebenso war es Mauritius. Letzteres wurde 1968 entkolonialisiert, während die Chagos-Inseln damals weiterhin unter britischer Verwaltung blieben. Im Mai des vergangenen Jahres einigten sich Großbritannien und Mauritius schließlich auf einen Deal. Die Inselgruppe soll wieder zurück an Mauritius überschrieben werden, gleichzeitig darf Großbritannien die Militärbasis auf dem Atoll noch für weitere 99 Jahre nutzen.
Trump hat dem Deal damals zugestimmt, doch diese Meinung hat sich Anfang des Jahres geändert. Seit April stagnieren die Verhandlungen um die Inselgruppe. Jetzt folgt das Angebot der US-Regierung.
Titelfoto: Fotomontage: Mark Schiefelbein/AP/dpa, Uncredited/US Navy via AP/dpa
