Krankschreibung ab Tag eins? NRW-Chef Wüst sieht Klärungsbedarf

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Von Dorothea Hülsmeier

Düsseldorf - Angesichts der geplanten Verschärfung der Krankschreibungen im Job wirbt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) für pragmatische Lösungen.

CDU-Politiker Hendrik Wüst (50) ist seit dem 27. Oktober 2021 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.
CDU-Politiker Hendrik Wüst (50) ist seit dem 27. Oktober 2021 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Er habe die Kritik an dem Plan von Union und SPD, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon am ersten Krankheitstag zur Pflicht zu machen, verstanden, sagte Wüst in Düsseldorf vor Journalisten. Dies dürfe nicht zu einer Überforderung der Arztpraxen führen.

Bei der Umsetzung müsse daher darauf geachtet werden, ob man bereits "am" ersten Tag eine Krankschreibung brauche oder "für" den ersten Tag, unterstrich Wüst.

Er halte es für klug, wenn Arbeitnehmer auch erst am zweiten oder dritten Tag der Erkrankung beim Arzt vorstellig werden könnten und für die vorhergehenden Tage die Bescheinigung bekämen.

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"Insofern ist die Aufregung vielleicht ein guter Anlass zur Klarstellung", sagte Wüst in Richtung Bundesregierung.

Union und SPD wollen Deutschland mit einem umfassenden Reformpaket aus der Wirtschaftskrise führen. Eine der geplanten Maßnahmen: Die Möglichkeit, sich telefonisch krankschreiben zu lassen, soll abgeschafft werden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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