"Schlimmste Bretter gezogen": Jens Spahn zeigt nach Drogenvorwurf Ski Aggu an

Berlin - Das war abzusehen! Jens Spahn (46, CDU) lässt sich die Drogenvorwürfe nicht gefallen und geht juristisch gegen Ski Aggu (28) vor. Der Rap-Star soll eine Abmahnung bereits bekommen haben. Zudem soll noch eine Strafanzeige folgen.

Der Live-Stream mit Rapper Ski Aggu (28, r.) macht mal wieder Schlagzeilen.  © Instagram/Screenshot/emporio.almani.aob

Was war passiert? Der Wilmersdorfer war am 18. August Teil der sogenannten "Almani Show" von Rapper und Streamer Almani AOB. Schon zuvor machte der Livestream direkt im U-Bahnhof Tempelhof Schlagzeilen, weil die Polizei kam, jetzt verbreitet sich seit Mittwoch ein Clip rasend schnell im Internet.

Darin behauptet Ski Aggu, er habe Jens Spahn und seinen Ehemann auf einer "Chem-Party" (privates Treffen, bei dem gezielt sexueller Verkehr und der Konsum von bestimmten synthetischen Drogen miteinander verbunden werden) getroffen.

Schlimmer aber noch: Der ehemalige Gesundheitsminister soll dabei "die schlimmsten Bretter gezogen" haben. Anders ausgedrückt: Spahn habe gekokst, so der Vorwurf.

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Kaum ausgesprochen, will der 28-Jährige allerdings, dass genau diese Behauptungen rausgeschnitten wird. Die anderen weisen ihn darauf hin, dass man bei einem Livestream nichts rausschneiden kann. Ähnlich wie bei einem viralen Pastor in den USA, der eine Kellnerin in seinem Livestream anpflaumt, weil sie ihm ein kleines anstatt großes Wasser bringt und will das genau das rausgeschnitten wird.

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Video-Clip soll nur Satire sein: Management von Ski Aggu äußert sich

Jens Spahn (46, CDU) lässt sich das nicht gefallen.  © Michael Kappeler/dpa

Anders als vermutlich Ski Aggu hat der Pastor aber wirklich kurz vergessen, live zu sein, denn in den Kommentarspalten klärten beide bereits auf, dass die irre Koks-Geschichte nicht der Wahrheit entspricht. "Dieses Video ist Satire und dient nur zur Unterhaltung", schrieb Almani AOB.

Auch Ski Aggu äußerte sich im Kommentarbereich: "Die erzählte Story im Video ist ausgedacht und dient nur zu Unterhaltungszwecken."

Jens Spahn reichte das aber offenbar nicht. "Wir haben Post bekommen", bemerkte Almani AOB in seiner Instagramstory. Das Video ist bereits verschwunden.

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"Die Inhalte des Videos sind frei erfunden und erlogen. Die Ersteller des Videos wurden anwaltlich abgemahnt, das Video wurde zwischenzeitlich gelöscht. Eine Strafanzeige wird gestellt", teilte Spahns Büro dem stern mit.

Ski Aggus Management schrieb auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Bei der im Stream erzählten Geschichte handelte es sich um eine vollständig erfundene und überspitzte satirische Erzählung und ausdrücklich nicht um einen Tatsachenbericht." Der satirische Charakter sei im Zusammenhang mit dem veröffentlichten Video kenntlich gemacht worden. 

Weiter hieß es: "Sowohl der Streamer als auch Ski Aggu haben in der Videobeschreibung und in den Kommentaren öffentlich klargestellt, dass die Geschichte satirisch und nicht wahr ist. Diese Hinweise waren für die Zuschauer sichtbar und haben eine entsprechend hohe Resonanz erhalten."

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