Weniger Rente für Menschen, die selbst Angehörige pflegen? Ministerin Stolz hat ganz klare Meinung

Wiesbaden - Pflegefälle in der eigenen Familie sorgen für erhebliche Herausforderungen. Partner, Angehörige und auch Kinder von Betroffenen leisten extrem viel. Geplante Einsparungen bei Rentenansprüchen sind ein Schlag ins Gesicht.

Diana Stolz (50, CDU), Gesundheitsministerin von Hessen, hält Einsparungen bei der Rente von pflegenden Angehörigen für das "falsche Signal".  © Andreas Arnold/dpa

Diana Stolz (CDU), Gesundheitsministerin von Hessen, hat eine klare Meinung und gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betont, dass es sich bei diesem Schritt um das "falsche Signal" handele.

Laut der 50-Jährigen müsse die Pflegeversicherung in Deutschland zwar zweifelsohne auf ein solides finanzielles Fundament gestellt werden, allerdings sollte das nicht zulasten pflegender Angehöriger geschehen. Dies wäre ein Sparen an falscher Stelle.

"Millionen Menschen kümmern sich mit Herz und Verantwortung im eigenen häuslichen Umfeld und halten so die Familie und unsere Gesellschaft zusammen", erklärte Stolz. Pflege dürfe nicht auf dem Rücken derer finanziert werden, welche das System tragen, so die hessische CDU-Politikerin.

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Wer Angehörige pflege, übernehme eine "wichtige gesellschaftliche Aufgabe" und verdiene Rückhalt statt Belastungen.

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Pflegefällen in der Familie sorgen für erhebliche Herausforderungen und verlangen Angehörigen viel ab. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa
Carsten Linnemann (49, CDU) ist der neue Bundesgesundheitsminister.  © Michael Kappeler/dpa

In diesem Zusammenhang begrüßte Stolz den Vorstoß des neuen Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann, auf Einsparungen bei Rentenansprüchen für pflegende Angehörige zu verzichten. Der Politiker der Christdemokraten hatte gegenüber "Bild am Sonntag" erklärt: "Ich möchte bei pflegenden Angehörigen, bei der Rente, nicht sparen."

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