Trinkhalm bohrt sich durchs Auge bis ins Gehirn: Frau stirbt nach tragischem Unfall

Poole - In der südenglischen Küstenstadt Poole hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Dort wollte eine Frau eigentlich nur etwas trinken...

Elenna (re.) und Mandy Struthers-Gardner waren seit 2013 verheiratet.
Elenna (re.) und Mandy Struthers-Gardner waren seit 2013 verheiratet.  © Screenshot Facebook/elena.struthers

Die 60-jährige Elena Struthers-Gardner hielt gerade ein Einmachglas mit einem Schraubdeckel, aus dem ein Trinkhalm aus Edelstahl ragte, in der Hand, als sie plötzlich zusammenbrach.

In diesem unglücklichen Moment bohrte sich der Trinkhalm zuerst in ihr linkes Auge und stach dann in ihr Gehirn. Die pensionierte Berufs-Pferderennreiterin erlitt dabei schreckliche Hirnverletzungen, berichtet "Daily Mail".

Die hilflose Frau blieb reglos auf dem Fußboden liegen. Ihre Ehefrau Mandy entdeckte sie schließlich, als sie nach Hause kam. "Ich sah Elena an der Tür zwischen Arbeitszimmer und Küche liegen. Sie machte ungewöhnliche Gurgelgeräusche, ihre Glastasse lag noch intakt und mit dem Trinkröhrchen auf dem Boden".

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Schockiert rief sie den Rettungsdienst an.

"Während ich telefonierte, schien Elena nicht mehr zu atmen. Die Frau am Telefon bat mich, sie umzudrehen", erzählte Mandy. Und dann sah sie, dass der Trinkhalm im Kopf ihrer Frau steckte. "Ich konnte sehen, dass der Strohhalm durch ihr linkes Auge gegangen war."

Die 60-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Doch die Ärzte hatten nur eine niederschmetternde Nachricht für Mandy: Aufgrund der schweren Verletzung sei es sehr unwahrscheinlich, dass Elena überlebt.

Das Hauptproblem bei dem schlimmen Unfall war wohl der festgeschraubte Deckel, der den Trinkhalm in seiner gefährlichen Position hielt. (Symbolbild)
Das Hauptproblem bei dem schlimmen Unfall war wohl der festgeschraubte Deckel, der den Trinkhalm in seiner gefährlichen Position hielt. (Symbolbild)  © 123rf.com/elfgradost

"Selbst erfahrene Spezialisten erklärten mir, dass sie nichts mehr für Elena tun können", sagte Mandy. Die lebenserhaltenden Maschinen wurden am nächsten Tag abgestellt und Elena Struthers-Gardner starb.

Die Autopsie ergab, dass die frühere Jockette im Alter von 21 Jahren einen Reitunfall hatte und seitdem unter Mobilitätsproblemen litt.

Außerdem neigte sie dazu, umzukippen und in unregelmäßigen Abständen brach sie wie ein Sack Kartoffeln zusammen.

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Nachdem Elena auf ein weniger starkes Schmerzmittel umgestellt wurde, rutschte sie in die Alkoholabhängigkeit. In den Monaten vor ihrem Tod habe sie täglich etwa einen halben Liter Wodka mit Orangensaft aus dem Einmachglas getrunken, und zwar immer mit einem Edelstahl-Trinkhalm, die Packung war ein Geburtstagsgeschenk.

Der Polizist Wayne Seymour, der im Auftrag des Krankenhauses in dem Todesfall ermittelte, sagte: "Ich, aber auch das medizinische Personal haben noch nie so eine Verletzung gesehen. Das ist sehr ungewöhnlich."

Ein Gerichtsmediziner erklärte, dass ein Trinkhalm aus Edelstahl niemals mit einem Deckel verwendet werden sollte, der ihn an einer festen Stelle fixiert. Bei der Verwendung sei große Vorsicht geboten. Auch Robin Struthers, Elenas Bruder, warnte, dass Metall-Trinkhalme "sehr leicht tödlich" sein können.

Der stellvertretende Gerichtsmediziner Brendan Allen, der das Gutachten zu Elenas Unfalltod anfertigte, sagte: "Es gibt nicht genügend Hinweise, um zu klären, wie sie gestürzt ist. Die Urinprobe enthielt keinen Alkohol, so dass eine Vergiftung nicht zum Sturz beitrug. Ich kann aber auch nicht erkennen, dass die Reduzierung des Schmerzmittels Fentanyl zum Sturz führte.

Nach der Untersuchung sagte Mandy Struthers-Gardner traurig: "Ich vermisse sie sehr, sie wurde mir viel zu früh genommen. Ich hoffe, so eine schlimme Sache passiert niemandem anderes."

Elena Struthers-Gardner erlitt bei dem Unfall schreckliche Hirnverletzungen, sie wurde 60 Jahre alt.
Elena Struthers-Gardner erlitt bei dem Unfall schreckliche Hirnverletzungen, sie wurde 60 Jahre alt.  © Screenshot Facebook/elena.struthers

Titelfoto: 123rf.com/elfgradost, Screenshot Facebook/elena.st

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