Rechtsextremer Rapper Chris Ares fliegt bei Spotify raus

Deutschland - Der Musik-Streaming-Dienst Spotify hat auf die Kritik seiner User reagiert und den rechtsextremen Rapper Chris Ares aus dem Angebot gelöscht.

Die Musik von Chris Ares läuft ab sofort nicht mehr auf Spotify. (Bildmontage)
Die Musik von Chris Ares läuft ab sofort nicht mehr auf Spotify. (Bildmontage)  © Fabian Sommer/dpa und instagram.com/chrisaresofficial

Gerade erst haben wir darüber berichtet, dass Spotify ein Nazi-Problem hat, weil auf dem Streaming-Dienst unkontrolliert rechte Parolen verbreitet und Nationalsozialismus verherrlicht wird. Nun gibt es endlich eine erste Reaktion auf die Vorwürfe.

Spotify hat sämtliche Lieder und das neue Album des Rappers Christoph Aljoscha Zloch, besser bekannt unter dem Künstlernamen "Chris Ares", aus dem Streaming-Angebot entfernt. Der 27-Jährige wurde 2016 vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft.

Die Lieder seines aktuellen Albums tragen dementsprechend auch Titel wie "BRDigung" oder "Wie im Krieg". Zumindest auf Spotify kann man sie sich ab sofort allerdings nicht mehr anhören.

Rapper hat kein Verständnis für die Entscheidung von Spotify

Erst vor Kurzem sorgte der Rapper zudem für Aufsehen, weil er gemeinsam mit weiteren Rechtsextremen in der Nähe von Bautzen ein Dorf gründen wollte.

Auf seinem Instagram-Kanal kritisiert Chris Ares die Entscheidung von Spotify und beschwert sich, dass er nun keine Plattformen mehr hätte, auf denen er "seine Meinung frei äußern darf".

Gegenüber der Bild-Zeitung hat Spotify derweil erklärt, dass die Musik von Chris Ares gelöscht werden musste, weil sie gegen die Spotify Content Policy verstoßen würde. In diesen Inhalts-Richtlinien steht ausdrücklich, dass Spotify "Inhalte verbietet, die ausdrücklich und hauptsächlich zu Hass oder Gewalt aufrufen, dies befürworten oder dazu aufstacheln."

Chris Ares war allerdings bei Weitem nicht der einzige rechtsextreme Rapper auf Spotify. Bleibt also abzuwarten, ob der Streaming-Dienst in Zukunft noch mehr Lieder, Alben oder gleich ganze Musiker rausschmeißt.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa und instagram.com/chrisaresofficial

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