Inflation geht im Südwesten zurück: In diesen Bereichen sind die Preise dennoch gestiegen

Stuttgart - Sinkende Preise für Heizöl und Benzin haben die Inflation in Baden-Württemberg gebremst.

Die Inflation in Baden-Württemberg sinkt weiter.
Die Inflation in Baden-Württemberg sinkt weiter.  © Daniel Karmann/dpa

Die Teuerungsrate lag im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag auf Grundlage vorläufiger Daten mitteilte. Im Februar 2023 war die Jahresteuerung mit 8,7 Prozent noch mehr als dreimal so hoch gewesen.

Heizöl war den Angaben zufolge 10,7 Prozent und Kraftstoffe 1,9 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Ohne dieses Minus hätte die Februar-Inflationsrate höher, bei 2,9 Prozent, gelegen.

Denn in allen anderen Bereichen stiegen die Preise, wenn auch teils nur leicht. Für Kleidung und Schuhe mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Februar aber beispielsweise 6,9 Prozent mehr bezahlen. Und für Restaurantbesuche und Hotelübernachtungen wurden 5,7 Prozent mehr fällig.

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Nahrungsmittel waren ebenfalls teurer als vor einem Jahr. Der Anstieg fiel mit 2,2 Prozent indes unterdurchschnittlich aus.

Im Vergleich zum Januar 2024 stieg das Niveau der Verbraucherpreise im Februar in Baden-Württemberg um 0,3 Prozent. Im Januar hatte die Jahresteuerung bei 3,2 Prozent gelegen.

Zuvor war die Inflationsrate im Herbst erstmals seit Februar 2022 unter die 5-Prozent-Marke gesunken. Die endgültigen Zahlen für den Februar werden am 5. März veröffentlicht.

Eine hohe Inflationsrate zehrt an der Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Sie können sich für einen Euro weniger leisten. Viele schränken ihren Konsum ein - mit Folgen für die Konjunktur, für die der Privatkonsum eine wichtige Stütze ist.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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