Rapper Max Herre mit Steuergeldern in die USA eingeflogen: Muss das sein?

Stuttgart - Als Ministerpräsident Winfried Kretschmann (74, Bündnis 90/Die Grünen) kürzlich in Los Angeles war, wurde auch der aus Stuttgart stammende Rapper Max Herre (49, "Hallo Welt!") eingeflogen.

Der deutsche Rapper Max Herre (49) tritt im Goethe-Institut Los Angeles vor der Delegation auf.
Der deutsche Rapper Max Herre (49) tritt im Goethe-Institut Los Angeles vor der Delegation auf.  © Nico Pointner/dpa

Die Opposition wirft der Landesregierung leichtfertigen Umgang mit Steuergeld vor. Am Mittwoch beschäftigte sich nun auch der Landtag mit dem Auftritt.

In der Regierungsbefragung kritisierte der SPD-Abgeordnete Sascha Binder (39), mit der kostspieligen Aktion habe die Regierung die ganze Delegationsreise in "Verruf" gebracht.

Auch aus ökologischer Sicht sei ein Einfliegen des Rappers für einen Abend unpassend gewesen. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (57, Bündnis 90/Die Grünen) rechtfertigte die Aktion.

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Anlass sei die Förderung des deutsch-amerikanischen Jugendaustauschs gewesen, erläuterte sie. Herre sei zwar auch mit drei Songs vor der Delegation aus Stuttgart im Goethe-Institut in Los Angeles aufgetreten, er habe aber auch an einem Hip-Hop-Workshop teilgenommen.

Herre habe selbst vor vielen Jahren an einem Hip-Hop-Jugendaustausch des Deutsch-Amerikanischen Zentrums teilgenommen und wolle dabei helfen, so etwas wieder aufzubauen. Das Staatsministerium habe das Gesamtprojekt des Zentrums mit 27.000 Euro gefördert.

Für Herre seien Reisekosten und Unterbringung angefallen. Er habe aber kein Honorar bekommen.

Titelfoto: Nico Pointner/dpa

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