So viele Flüchtlinge aus der Ukraine sind inzwischen in Baden-Württemberg

Stuttgart - In Baden-Württemberg sind drei Monate nach Beginn des Ukraine-Krieges bereits mehr als 100.000 Kriegsflüchtlinge registriert worden.

Flüchtlinge aus der Ukraine warten vor der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Sigmaringen. In ganz Baden-Württemberg sind bereits mehr als 100.000 Ukrainer angekommen.
Flüchtlinge aus der Ukraine warten vor der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Sigmaringen. In ganz Baden-Württemberg sind bereits mehr als 100.000 Ukrainer angekommen.  © Felix Kästle/dpa

Seit Kriegsbeginn haben die Behörden im Südwesten 104.222 Geflüchtete aus der Ukraine erfasst (Stand: 23. Mai), wie das für Migration zuständige Justizministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Damit seien innerhalb von drei Monaten mehr Menschen registriert worden als im gesamten Jahr 2015 - dem damaligen Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Damals seien 101.141 Asylsuchende nach Baden-Württemberg gekommen.

"Nach drei Monaten Krieg beobachten wir, wie schnell wir uns an die schrecklichen Bilder und Schlagzeilen gewöhnen", sagte Migrationsministerin Marion Gentges (50, CDU) in Stuttgart. Das sei menschlich und nachvollziehbar. Krieg dürfe aber nicht zur Normalität werden. "

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Lassen Sie uns wachsam bleiben und auch in Zukunft das Mitgefühl und die Tatkraft finden, mit denen wir in den vergangenen drei Monaten dieser Krise Verantwortung übernommen und unseren Beitrag geleistet haben", sagte Gentges.

Der absolut überwiegende Teil der mehr als 100.000 ukrainischen Flüchtlinge ist bei den Kommunen untergebracht. Etwa 2700 befinden sich den Angaben zufolge derzeit in den Erstaufnahmen des Landes. Im Vergleich zum März seien die Zugangszahlen zuletzt gesunken, hieß es. Seien im März täglich bis zu 300 Geflüchtete aus der Ukraine allein in den Erstaufnahmen angekommen, seien es im Mai im Schnitt weniger als 200 pro Tag gewesen.

Für das Ministerium zeigt diese Zahl jedoch keine Entspannung. Es zeige vielmehr, dass sich die Zugänge in den Erstaufnahmestellen auf konstant hohem Niveau eingependelt haben. Russland hatte seine Invasion der Ukraine am 24. Februar begonnen.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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