Unfall bei 200 km/h? ICE-Fahrer sieht Angler und muss sofort reagieren

Uhingen - Kam es am gestrigen Dienstag zwischen Stuttgart und Ulm zu einem Unfall zwischen einem Fußgänger und einem ICE-Zug? Die Polizei ermittelt.

Ein ICE-Fahrer ging davon aus, einen Fußgänger erfasst zu haben. (Symbolbild)
Ein ICE-Fahrer ging davon aus, einen Fußgänger erfasst zu haben. (Symbolbild)  © AFP/Patrick Hertzog

Auf der Strecke zwischen Uhingen und Ebersbach entdeckte der Fahrer eines InterCity-Express-Zuges (ICE) gegen 16.45 Uhr plötzlich einen Mann, der die Gleise überquerte. Das war an dieser Stelle jedoch verboten! Das teilte die Bundespolizei in Stuttgart am heutigen Mittwoch mit.

Auf dem Streckenabschnitt sind die Züge mit bis zu 200 km/h unterwegs. Der Fahrer legte deshalb sofort eine Schnellbremsung hin und warnte die Person mit einem Achtungspfiff.

In der Nähe des Uhinger Bahnhofs, mehrere Hundert Meter nach der Feststellung, kam der Zug zum Stehen. Da eine Kollision mit dem Fußgänger nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Strecke zunächst gesperrt.

Schwören und Feiern: Große Ulmer Tradition steht an!
Baden-Württemberg Schwören und Feiern: Große Ulmer Tradition steht an!

Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der Landes- und Bundespolizei suchten die Gleise daraufhin ab. Doch ein Toter oder Verletzter konnte nicht mehr gefunden werden.

Die Bundespolizei sucht nun Zeugen, die den Mann gesehen haben. Dazu veröffentlichten die Ermittler eine Beschreibung:

  • trug dunkle Hose
  • blaues T-Shirt
  • hatte Angel bei sich

Polizei warnt vor Gleisübertritt und sucht Zeugen

Da es sich beim Überqueren der Gleise um den Straftatverdacht des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr handelt, wird nun gegen den Unbekannten ermittelt.

Die Bundespolizei weist erneut darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind: "Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden."

Zeugen des Vorfalls sollen sich telefonisch (0711/870350) melden.

Titelfoto: AFP/Patrick Hertzog

Mehr zum Thema Baden-Württemberg: