Warnstreik sorgt am Düsseldorfer Flughafen für lange Schlangen

Düsseldorf - Am ersten Osterferiensonntag haben Mitarbeiter der Passagierabfertigung am Düsseldorfer Flughafen zeitweise ihre Arbeit niedergelegt.

Aufgrund des Warnstreiks des Flughafendienstleisters AHS bildeten sich an den Check-In-Schaltern lange Schlagen. Zu nennenswerten Verspätungen kam es nicht. (Symbolfoto)
Aufgrund des Warnstreiks des Flughafendienstleisters AHS bildeten sich an den Check-In-Schaltern lange Schlagen. Zu nennenswerten Verspätungen kam es nicht. (Symbolfoto)  © Marcel Kusch/dpa

Mehr als die Hälfte der Belegschaft des Flughafen-Dienstleisters Aviation Handling Services (AHS) sei einem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zum Warnstreik aus der Nacht gefolgt, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Sonntag.

Bis zum Mittag wurde auch die zweite Schicht bestreikt.

Die Auswirkungen blieben nach Angaben einer Flughafensprecherin zunächst gering, es seien weder Flüge aufgrund der Arbeitsniederlegungen gestrichen worden noch habe es nennenswerte Verspätungen gegeben.

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Nach Angaben der Gewerkschaft kam es an Check-in-Schaltern zu langen Schlangen.

Die Gewerkschaft will für die rund 500 Beschäftigten in NRW Lohnerhöhungen erreichen und forderte die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

So sei ein vor einem Jahr erzielter Kompromiss bis heute nicht unterzeichnet und umgesetzt. Viele Beschäftigte erhielten daher bis heute keine existenzsicheren Löhne. Sollte das Unternehmen weiterhin Verhandlungen blockieren, könnten in den nächsten Tagen und Wochen sowohl in Düsseldorf als auch am Flughafen Köln/Bonn weitere Aktionen stattfinden, sagte ein Sprecher.

Der Flughafen-Dienstleister mit Sitz in Hamburg teilte mit, die Tarifeinigung sei von einem Gericht für unwirksam erklärt worden. "Die gesamte Luftfahrtbranche liegt am Boden. Wir haben nicht den geringsten Spielraum, ausgerechnet in dieser Situation Gehaltserhöhungen zu gewähren", sagte Amélie Charisius, Geschäftsführerin der AHS Düsseldorf.

Mit Umsatzeinbrüchen von deutschlandweit 80 Prozent befinde sich das Unternehmen in einer existenzbedrohenden Lage. Man arbeite mit dem zuständigen Arbeitgeberverband des Bodenpersonals an einem übergreifenden Branchen-Tarifvertrag, teilte AHS weiter mit.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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