Drei Frauen sterben bei Horror-Unfall, Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Aue/Bad Schlema - Bei einem tragischen Unfall auf der S255 bei Aue verloren am Sonntag drei Frauen ihr Leben (TAG24 berichtete). Nun wird gegen die Unfallverursacherin wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Alle Insassen des Seats, drei Frauen, verloren nach einem dramatischen Unfall auf der S255 bei Aue ihr Leben.
Alle Insassen des Seats, drei Frauen, verloren nach einem dramatischen Unfall auf der S255 bei Aue ihr Leben.  © Jan Härtel

Wie die Polizei mitteilt, geschah das Drama gegen 16 Uhr: Eine Tesla-Fahrerin (30) war mit ihren zwei Kindern auf dem Autobahnzubringer nahe dem Ortsteil Alberoda unterwegs, als sie plötzlich in den Gegenverkehr geriet. Dabei stieß sie frontal mit einem Seat zusammen. 

Beide Fahrzeuge kamen durch die Wucht des Aufpralls von der Straße ab, der Seat landete auf der Seite. 

Für die Seat-Fahrerin (32) und ihre zwei Mitfahrerinnen (30, 57) kam jede Hilfe zu spät - sie starben noch an der Unfallstelle. 

Die Tesla-Fahrerin, ihr einjähriger Sohn und ihre dreijährige Tochter, welche sich zum Zeitpunkt des Unfalls ebenfalls im Auto befanden, wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Sie wurden vorsorglich in einem Krankenhaus behandelt.

Warum die Tesla-Fahrerin plötzlich in den Gegenverkehr geraten ist, ist bislang unklar. Aktuell untersucht die Polizei den Seat sowie den Tesla, um Rückschlüsse auf die Unfallursache zu schließen.

Gegen die 30-jährige Tesla-Fahrerin wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Aufwendige Bergung: Tesla muss in Hochvolt-Container verladen werden

Da enorme Brandgefahr von der Batterie des Teslas ausging, kam ein Hochvolt-Container zum Einsatz. Hier wird das Elektroauto mit einem Kran in den Container verladen.
Da enorme Brandgefahr von der Batterie des Teslas ausging, kam ein Hochvolt-Container zum Einsatz. Hier wird das Elektroauto mit einem Kran in den Container verladen.  © André März

Die Bergung der Fahrzeuge dauerte bis in die Abendstunden. 

Der Elektro-Tesla musste aufwendig geborgen werden, da die Batterie zunächst vom Fahrzeug getrennt werden musste. Laut den Gutachtern herrschte enorme Brandgefahr!

Für die Bergung kam ein Hochvolt-Container zum Einsatz. Das Fahrzeug wurde mit einem Kran in den Container verladen und anschließend abtransportiert.

Der Container muss nun für mehrere Tage auf einem Betriebsgelände unter Quarantäne gestellt werden. Denn laut den Gutachtern vor Ort könnte sich der Akku immer noch entzünden.

Am Sonntagabend, gegen 22.30 Uhr, wurde der Autobahnzubringer für den Verkehr wieder freigegeben.

Titelfoto: Jan Härtel

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