Die ersten "Nackten Jungfern" sind da: Krokusblüte könnte bis Ostern dauern

Drebach - Die berühmte Krokusblüte in Drebach (Erzgebirgskreis) steht in den Startlöchern. Die ersten Blüten strahlen in zartem Violett mit der Frühlingssonne um die Wette. Die Blüte könnte in diesem Jahr sogar bis Ostern dauern.

Die lila Schilder weisen auf den Rundweg hin, der auf einer Länge von vier Kilometern an den Krokuswiesen vorbeiführt. (Archivbild)
Die lila Schilder weisen auf den Rundweg hin, der auf einer Länge von vier Kilometern an den Krokuswiesen vorbeiführt. (Archivbild)  © Uwe Meinhold

"Die Krokusblüte hat nun auch bei uns zaghaft begonnen. Täglich blühen immer mehr Krokusse auf", schreibt die Gemeinde auf ihrer Homepage. Allerdings gibt es auch direkt einen kleinen Dämpfer, denn wegen des vielen starken Kahlfrosts im Winter und kräftigen Windes geht man davon aus, dass es eine eher mäßige Krokusblüte geben wird. Gegen Ende der Woche könne man besser abschätzen, wann die Blüte ihren Höhepunkt erreichen wird.

"Zum Stand heute gehen wir davon aus, dass die Krokusse bis zu Ostern blühen werden, wenn uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht", so die Gemeinde.

Die Liebhaber der "Nackten Jungfern", wie die wilden Krokusse im Volksmund auch genannt werden, können in Drebach auf einem vier Kilometer langen Rundweg an den Krokussen vorbei pilgern. Es wird empfohlen, den zentral ausgeschilderten Parkplatz im Zentrum zu nutzen. Von da aus ist der Wanderweg "Krokusschleife" leicht zu finden.

Auf sieben Hektar 40 Flächennaturdenkmale in Drebach

In Drebach sind die ersten Krokusse aufgeblüht. Ende der Woche könne abgeschätzt werden, wann die Blüte ihren Höhepunkt erreicht.
In Drebach sind die ersten Krokusse aufgeblüht. Ende der Woche könne abgeschätzt werden, wann die Blüte ihren Höhepunkt erreicht.  © Uwe Meinhold

In Drebach gibt es auf insgesamt sieben Hektar mehr als 40 Flächennaturdenkmale. Die Pflanzen sind sehr empfindlich, weswegen die Gemeinde darum bittet, die Wiesen nicht zu betreten, sondern auf den ausgeschilderten Wegen zu bleiben.

Auf gar keinen Fall sollte man die Knollen ausgraben oder ausstechen.

Der Legende nach sollen die berühmten Blumen durch den Pfarrer, Heilpraktiker und Pflanzenzüchter David Rebentrost (1648-1793) in die Region gekommen sein. Er behandelte Kurfürst Johann Georg II. nach einem Jagdunfall und durfte sich dann als Dank aus dem botanischen Garten in Dresden drei Pflanzen aussuchen.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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