Kleine Schmuckstücke mitten in Sachsen: Diese Kurparks sind einen Besuch wert

Erzgebirge/Vogtland - In manchen Orten in Sachsen verbergen sich richtig kleine Juwelen: Kurparks. Viele der Anlage können auf eine lange Geschichte zurückblicken und bieten zahlreiche Besonderheiten. Wir stellen Euch einige Parks im Vogtland und dem Erzgebirge vor.

Der Kurpark am Badplatz in Bad Elster.
Der Kurpark am Badplatz in Bad Elster.  © privat

Neben dem Albert Bad mit dem Badplatz und dem Kurhaus befindet sich der Kurpark von Bad Elster. Die Anlage wurde um 1850 im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt und gilt mit seinen sechs unterschiedlichen Bereichen als einer der schönsten Parks in Deutschland.

"Gemeinsam mit der eindrucksvollen Bäderarchitektur der Gründerzeit und des Jugendstils existiert hier ein harmonisches Ensemble, das einst von den bedeutendsten Gartenarchitekten Europas angelegt wurde", heißt es auf der Homepage der Stadt zum Kurpark.

Die erste Gestaltung erfolgte durch Eduard Petzold, einem Schüler von Fürst Pückler.

Später legten noch der Dresdner Gartenbaudirektor Max Betram der Königlich-Sächsische Gartenbauinspektor Paul Schindel sowie Gustav Allinger und Herrmann Schüttauf Themengärten auf insgesamt mehr als 50 Hektar Fläche an.

Riesiges Sonnensegel in Bad Schlema

Das markante Sonnensegel an der Aussichtsplattform dominiert den Kurpark von Bad Schlema.
Das markante Sonnensegel an der Aussichtsplattform dominiert den Kurpark von Bad Schlema.  © Niko Mutschmann

Berühmt ist die Parkanlage, zu der neben dem Park am Badeplatz auch der Albert Park, der Paul-Schindel-Park, der Rosengarten, der Waldpark und der Skulpturen-Park gehören, vor allem durch die Rhododendronblüte im Frühjahr.

Das benachbarte Bad Brambach braucht sich mit seinem Kurpark nicht zu verstecken. Die Wurzeln des Parks, der ebenfalls in der Tradition eines englischen Landschaftsparks angelegt ist, reichen bis 1892 zurück.

Gemeinsam mit der Festhalle am Schwanenteich und den Brunnenhäusern bildet der Park ein historisches Ensemble.

Der Kurpark in Bad Schlema ist mit seinen 18 Hektar ein beliebtes Ziel für Wanderer und Spaziergänger. In der Anlage gibt es nicht nur eine Aussichtsplattform mit dem markanten Sonnensegel, sondern auch einen Ruhe- und Duftgarten, einen Heilpflanzengarten, ein Damwildgehege und eine Wasseranlage, die als Felsengarten gestaltet ist.

Seit 2008 ist der Park Schauplatz des Internationalen Kunstparcours Bad Schlema.

Den Wiesenbader Kurpark mit allen Sinnen genießen

Ein See bildet das Zentrum des Warmbader Kurparks.
Ein See bildet das Zentrum des Warmbader Kurparks.  © Uwe Meinhold

Im Erzgebirge gibt es noch mehr Kurparks zu entdecken. Im Thermalbad Wiesenbad ist auf dem Gelände der ehemaligen Flachsspinnerei ein Kurpark als Oase der Ruhe und Entspannung entstanden.

Man kann ihn auch mit allen Sinnen genießen, beim Wassertreten, auf der Barfußstrecke, auf der Klanginsel, beim Erschnuppern erzgebirgischer Kräuter, Blumen und Sträucher oder beim Betrachten von imposanten Skulpturen.

Auch im rund 13 Kilometer entfernten Warmbad Wolkenstein gibt es einen Kurpark, der sich zwischen dem Kur- und Gesundheitszentrum und der Knappschafts-Klinik erstreckt.

Ein Wasserlauf führt von der Silber-Therme bis zum zentralgelegenen See mit der Bühne.

Titelfoto: Niko Mutschmann, Uwe Meinhold, privat

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