Vom Feuer zerstört: Campingplatz im Erzgebirge plant Neustart
Geyer - Ein schweres Feuer hatte kurz vor Weihnachten mehrere Parzellen am Greifenbachstauweiher in Geyer (Erzgebirge) zerstört. Seit dieser Tragödie fahndet die Polizei nach dem Feuerteufel. Die Leitung der betroffenen Campingparks hat derweil ein Kopfgeld ausgeschrieben - und plant den Neuaufbau der Anlage.
In der verhängnisvollen Nacht wurden über zwei Dutzend Parzellen beschädigt und zerstört. Die Polizei ermittelt mittlerweile wegen Brandstiftung, denn gegen 1.30 Uhr wurde an mehreren Stellen auf dem Gelände Feuer gelegt.
Campingpark-Geschäftsführer Konstantinos Apostolopoulos (61) ist wichtig, dass das Verbrechen aufgeklärt wird. Wer etwas bemerkt hat, solle sich melden.
"Die Tat passierte, wenn nicht viele wach sind, aber man weiß ja nie." Für sachdienliche Hinweise gibt es 1000 Euro.
Während die Beamten ermitteln, plant Apostolopoulos die Zukunft auf der Asche. "Wenn der Einzelne mit der Situation überfordert ist, müssen wir als Betreiber nach vorne schauen, damit keiner auf der Strecke bleibt."
Aktion soll starten, sobald das Wetter besser ist
Der Campingplatz koordiniert die Entsorgung der Überreste und geht, in Abstimmung mit den Pächtern, in Vorkasse. Denn: "Das ist Sondermüll. Zum Teil ist Holz mit Metall verschmolzen. Es ist schwierig, wenn das jeder allein entsorgt."
Die Aktion soll starten, sobald das Wetter besser ist. Wenn die Bungalow-Reste weg sind, muss noch Erde abgetragen werden.
Parallel kümmert sich Apostolopoulos um alle Genehmigungen für den Neubau von Parzellen.
Dabei spielt ihm die Jahreszeit in die Karten: "Es ist gut, dass Winter ist. Das nutzen wir, um voranzukommen." Seine große Hoffnung ist, dass die Pächter bereits im Sommer wieder ihren Urlaub auf dem Platz genießen können.
Titelfoto: Montage: André März, Uwe Meinhold

