Brücke zur Hälfte saniert und das bleibt jetzt so

Marienberg - Eine Brücke im Marienberger Ortsteil Kühnhaide sorgt derzeit bei Anwohnern und Urlaubern für verwunderte Blicke: Sie ist saniert, aber nur zur Hälfte.

Kühnhaide ist eigentlich für seine eisigen Temperaturen bekannt und weniger für seine Bauwerke.
Kühnhaide ist eigentlich für seine eisigen Temperaturen bekannt und weniger für seine Bauwerke.  © Bernd März

Die Erklärung, warum bei der Brücke nur eine "halbe Sache" gemacht wurde ist einfach: Sie führt über den Bach "Schwarze Pockau" und der markiert die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien.

Die rund 200 Jahre alte Grenzbrücke wurde bei dem Hochwasser 2013 beschädigt und musste renoviert werden. Allerdings nur auf der deutschen Seiten. In der Mitte ist Schluss.

Da der deutsche Teil der Brücke viel stärker der Strömung ausgesetzt ist, als der Tschechische, ist diese Teilsanierung trotzdem sinnvoll. Auch wenn das Ergebnis nicht unbedingt schön aussieht.

Lichterglanz im Weihnachtsland Erzgebirge: Jetzt also doch
Erzgebirge Lichterglanz im Weihnachtsland Erzgebirge: Jetzt also doch

Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich erklärte in der Bild: "Der Landkreis Usti nad Labem hat eine finanzielle Beteiligung leider abgelehnt."

Die Kosten für die Sanierung lagen bei rund 100.000 Euro.

Kühnhaide ist normalerweise weniger für seine Bauwerke, als vielmehr für das Wetter bekannt. Das 500-Einwohner-Örtchen gilt als "Kältekammer Sachsens" Selbst bei der größten Hitze in diesem Sommer, sanken die Temperaturen in dem Erzgebirgsort auf den Gefrierpunkt ab. Ende Februar zeigte das Thermometer sogar minus 27,7 Grad an.

Doch warum ist es in Kühnhaide so kalt? In klaren Nächten bilden sich in durch die talsohlenartigen Hochtal hier Kälteseen und die eisige Luft kann durch die umliegenden Wälder nicht abfließen.

Halbe Sache: Die Grenzbrücke ist bis zur Mitte renoviert, der tschechische Teil steht nun unsaniert da.
Halbe Sache: Die Grenzbrücke ist bis zur Mitte renoviert, der tschechische Teil steht nun unsaniert da.  © Thomas Fritzsch

Titelfoto: Thomas Fritzsch

Mehr zum Thema Erzgebirge: