Oberwiesenthal bangt um seine Weihnachtspyramide: Bürgermeister sammelt Spenden

Oberwiesenthal - Weihnachten ohne Pyramide? Im Erzgebirge undenkbar. In Oberwiesenthal könnte dieses Szenario eintreffen, wenn die höchstgelegene Weihnachtspyramide Deutschlands nicht bald auf Vordermann gebracht wird. Weil das Stadtsäckel klamm ist, sammelt der Kurort Spenden.

Bürgermeister Jens Benedict (37) hofft auf viele Spenden.
Bürgermeister Jens Benedict (37) hofft auf viele Spenden.  © Kurort Oberwiesenthal

Noch dreht sie sich und lässt sich auf den ersten Blick nichts anmerken, die Weihnachtspyramide auf dem Oberwiesenthaler Marktplatz.

Doch hinter der Fassade sieht's ganz und gar nicht gut aus, weiß Bürgermeister Jens Benedict (37): "Im Prinzip flicken wir sie seit zehn Jahren notdürftig. Im Inneren bereiten uns Getriebe und Antrieb Sorgen."

Auch die Figuren seien verfault. Wenn man nicht bald handele, könnte es ein Weihnachten ohne Pyramide geben.

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Damit es nicht so weit kommt, hat die Verwaltung ein Crowdfunding für die rund 50 Jahre alte Pyramide ins Leben gerufen. Ziel: 20.000 Euro. Bislang sind etwas mehr als 7000 Euro auf das Spendenkonto geflossen.

"Wir rechnen insgesamt mit 100.000 Euro. Allein die Reparatur der Figuren dürfte 70.000 Euro kosten", schätzt Benedict.

Seit 50 Jahren prägt die Weihnachtspyramide das Ortsbild, ist eine wahre Attraktion.
Seit 50 Jahren prägt die Weihnachtspyramide das Ortsbild, ist eine wahre Attraktion.  © Uwe Meinhold
Äußerlich scheinen die Figuren gut in Schuss zu sein. Doch unter dem Anstrich fängt das Holz an zu faulen.
Äußerlich scheinen die Figuren gut in Schuss zu sein. Doch unter dem Anstrich fängt das Holz an zu faulen.  © Uwe Meinhold

Im kommenden Haushalt sind Eigenmittel vorgesehen. Wird das Spendenziel erreicht, könnte im Frühjahr mit der Sanierung begonnen werden. Läuft alles glatt, kann die Pyramide rechtzeitig zu Beginn der Weihnachtszeit 2023 aufgebaut werden.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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