Zoo der Minis: In Aue kommen die Kleinsten groß raus 

Aue - In der neuen TAG24-Serie "Unsere tierischen Lieblinge" stellen wir Euch einige Adressen vor, bei denen sich ein Besuch lohnt. Heute Teil 9: Zoo der Minis in Aue.

Besucher kommen aus ganz Deutschland, um das Sammelsurium der kleinen Arten im Zoo der Minis zu sehen.
Besucher kommen aus ganz Deutschland, um das Sammelsurium der kleinen Arten im Zoo der Minis zu sehen.  © Kristin Schmidt

So mini und so bekannt! Der Zoo der Minis in Aue ist der Promi unter den regionalen Tiergärten.

Die Erzgebirger setzen (fast) konsequent auf die weltweit kleinsten Arten. Da ist Anielka (6), das mit 86 Zentimetern Rückenhöhe kleinste Pferd Europas. Oder Rüsselspringer Limpopo (8), der winzigste Verwandte von Elefanten.

Zwergesel-Nachwuchs Chucko hat gerade mal Plüschtier-Format und das Mauswiesel-Pärchen gilt als Vertreter der weltweit kleinsten Raubtiere.

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Für Stimmung sorgt auch eine Bande Zwerg-Aras, die Zoo-Besuchern im Chor "Hallo" oder auch "Ahoi" zurufen.

Mehr als 400 tierische Minis tummeln sich in dem kleinen Tiergarten. Dank dieser einmaligen Besonderheit schaffte es der Zoo schon in zahlreiche Fernsehsendungen.

Die Popularität brachte dem Tiergarten eine ganze Fuhre Promi-Paten ein - von Günther Jauch (65) bis zu den Puhdys. "Zuletzt begeisterte sich Kim Fisher bei einer WDR-Sendung für unsere Zwergziegen. Sie werde ich als nächste Patin werben", nimmt sich die rührige Zoo-Chefin Bärbel Scholler (53) vor.

Parmakänguru Heidi (3) hat eine Patin in der Schweiz.
Parmakänguru Heidi (3) hat eine Patin in der Schweiz.  © Kristin Schmidt

Jeder ist als Pate herzlich willkommen

Günthi (13) ist ein Igeltanrek. Weil er Günther Jauch (65) half, eine Wissenslücke zu schließen, wurde der Moderator sein Pate.
Günthi (13) ist ein Igeltanrek. Weil er Günther Jauch (65) half, eine Wissenslücke zu schließen, wurde der Moderator sein Pate.  © Kristin Schmidt

Auch begeisterte Zoo-Besucher sind als Paten immer willkommen. Bärbel Schroller: "Wir sind heilfroh über die Unterstützung. Statt jährlich 60.000 Besucher kommen wir dieses Jahr mit Glück auf 40.000. Die Einnahmen fehlen."

So müssen die Weißbüschel-Äffchen noch eine Weile mit einer Plane als Notdach über dem Gehege auskommen. "Ein Unwetter hat das Dach zerstört. Das müssen wir dringend noch vor dem Winter reparieren."

Eine große Ausnahme beim erfolgreichen Mini-Zoo-Konzept gibt es: die Emus Hanna und Franz. Sie haben die Nachfolge des langjährigen Zoo-Maskottchens Curly angetreten, der zum Medienstar geworden war, weil er partout einen Eimer ausbrüten wollte.

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"Die beiden sind erst im März geschlüpft und schon erstaunlich anhänglich, neugierig und den Besuchern zugetan", freut sich die Chefin.

Da sich Hanna und Franz miteinander prächtig verstehen, hofft Bärbel Schroller auch wieder auf Emu-Nachwuchs - diesmal ganz unkompliziert, ohne Eiertanz.

Tierpflegerin Silke Bauer (43) bereitet in der Futterküche das Menü für Zwergäffchen, Aras & Co. vor.
Tierpflegerin Silke Bauer (43) bereitet in der Futterküche das Menü für Zwergäffchen, Aras & Co. vor.  © Kristin Schmidt
Zoo-Chefin Bärbel Schroller (43) knuddelt das vier Wochen alte Mini-Eselfohlen Chucko.
Zoo-Chefin Bärbel Schroller (43) knuddelt das vier Wochen alte Mini-Eselfohlen Chucko.  © Kristin Schmidt

Das Wichtigste in Kürze

Öffnungszeiten: April bis Oktober, 9-18 Uhr; November bis März, 9-16 Uhr; Hunde erlaubt

Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro

Adresse: Damaschkestraße 1, 08280 Aue-Bad  Schlema, Telefon: 03771/2 37 73

Weitere Infos: www.zooderminis.de

Der Serama-Gockel behütet seine Küken mit vollem Körpereinsatz - auch wenn er nur 500 Gramm auf die Waage bringt.
Der Serama-Gockel behütet seine Küken mit vollem Körpereinsatz - auch wenn er nur 500 Gramm auf die Waage bringt.  © Kristin Schmidt
Kuckuck, ich bin zwar klein, aber mit Elefanten verwandt und ein echter Kurzohrrüsselspringer.
Kuckuck, ich bin zwar klein, aber mit Elefanten verwandt und ein echter Kurzohrrüsselspringer.  © Kristin Schmidt

Liebe hält das Otterpaar jung

Zwergotter Ferrett (25) lugt neugierig durch den Zaun. Sie ist die flotteste alte Dame des Zoos.
Zwergotter Ferrett (25) lugt neugierig durch den Zaun. Sie ist die flotteste alte Dame des Zoos.  © Kristin Schmidt

Flauschig, verspielt und zu Schabernack aufgelegt - wenn das Zwergotter-Pärchen loslegt, sind die Besucher im Zoo der Minis hin und weg.

Bärbel Schroller (53): "Die beiden bekommen dreimal am Tag Futter. Dann ist im Gehege am meisten los." Bevor die Nahrung verspeist wird, waschen die beiden jeden Bissen gründlich. "Dafür klemmen sie sich die Happen gern mal unter eine Vorderpfote und flitzen auf drei Beinen zum großen Badeteich."

Otterdame Ferrett, die mit 25 Jahren zu den ältesten Zoobewohnern gehört, ignoriert konsequent ihr Alter. "Eigentlich werden Otter nur etwa 17 Jahre alt, doch ihr merkt man die Jahre kaum an."

Möglicherweise hält sie die Partnerschaft mit dem erst 9-jährigen Bruce so fit. "Die beiden führen auch noch ein fröhliches Liebesleben. Unsere Besucher schicken mir oft Bilder und prophezeien uns Nachwuchs. Doch dafür ist Ferrett tatsächlich zu alt", sagt Bärbel Schroller.

Geboren wurde die Otterdame in Rotterdam, lebte danach im Zoo Leipzig, bis dort das Elefantengehege gebaut wurde und sie nach Aue umzog.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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