Norovirus in Hessen: Bislang wesentlich mehr Fälle des Magen-Darm-Infekts als 2023!

Frankfurt am Main/Hessen/Berlin - Durchfall, Übelkeit, Erbrechen: Auch in Hessen erkranken aktuell viele Menschen an einem Magen-Darm-Infekt.

Der Novovirus verursacht Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Während der Corona-Epidemie war die Zahl der Erkrankungen stark gesunken.
Der Novovirus verursacht Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Während der Corona-Epidemie war die Zahl der Erkrankungen stark gesunken.  © Gudrun Holland/RKI/Robert-Koch-Institut/dpa

So sind in den ersten sechs Wochen des Jahres deutlich mehr Norovirus-Infektionen erfasst worden als im selben Zeitraum 2023. Landesweit wurden insgesamt 455 Fälle der Magen-Darm-Erkrankung übermittelt, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Freitag mitteilte.

Dagegen waren es im Vorjahreszeitraum laut RKI 298 gemeldete Fälle. Die Dunkelziffer liege allerdings deutlich höher: Gezählt werden nur die Fälle, bei denen Proben an ein Labor geschickt und dort bestätigt werden, so eine Sprecherin des RKI.

Allerdings seien die aktuellen Infektionszahlen deutschlandweit vergleichbar mit dem Niveau der Vor-Corona-Jahre. Während der Pandemie sei die Zahl der gemeldeten Norovirus-Infektionen stark eingebrochen.

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Die gestiegenen Fallzahlen der vergangenen Wochen seien deshalb nicht ungewöhnlich. In den ersten sechs Wochen 2019 lag die Zahl der gemeldeten Fälle in Hessen laut RKI mit 993 Infektionen sogar noch höher.

So kann man sich gegen das Virus schützen

Die Viren sind hoch ansteckend und werden meist über eine Schmierinfektion oder Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Sorgfältiges Händewaschen mindert das Risiko einer Infektion beträchtlich.
Sorgfältiges Händewaschen mindert das Risiko einer Infektion beträchtlich.  © Sina Schuldt/dpa

Sorgfältiges Händewaschen senke das Risiko einer Infektion. Meist löst das Norovirus heftigen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen aus. Nach ein bis zwei Tagen klingen die Beschwerden in der Regel ab.

Für Erkrankte gilt: Weil die starken Brechdurchfälle schnell zu einem Flüssigkeitsmangel führen können, sollten sie viel trinken und ausreichend Salz zu sich nehmen, so die BZgA.

Titelfoto: Gudrun Holland/RKI/Robert-Koch-Institut/dpa

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