Leiche in Hochhaus gefunden, dann machen Beamte weitere Entdeckung

Rostock - Im Rostocker Stadtteil Groß-Klein haben sich in der Nacht zu Samstag offenbar schreckliche Szenen abgespielt. 

Beamte stehen vor dem Tatort in Rostock.
Beamte stehen vor dem Tatort in Rostock.  © Benjamin Vormeyer / Rostock News

Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Rostock wurde in einer Wohnung eines Hochhauses am Blockmacherring eine leblose Person mit mehreren Stichverletzungen gefunden. 

Alarmierte Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. 

Im Bereich der Willi-Döbler-Straße wurde wenig später dann auch noch ein Mann mit schweren Verletzungen gefunden. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Harald Nowack befindet er sich weiterhin in Lebensgefahr.

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Nachdem ein Polizeihund die Spur vom Hochhaus bis zum Fundort des Verletzten nachverfolgen konnte, scheint ein Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen sehr wahrscheinlich. 

Die Hintergründe sind allerdings noch nicht bekannt. Auch, ob noch weitere Personen beteiligt gewesen sein könnten, oder ob die Männer sich gegenseitig verletzten, ist noch völlig unklar.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen wegen eines Tötungsdeliktes aufgenommen.

Update, 12.25 Uhr: Bruder alarmierte Polizei

Der Schwerverletzte habe in der Nacht seinen Bruder angerufen und ihm gesagt, es gehe ihm schlecht, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock am Samstag. 

Der Bruder sei daraufhin direkt zu der Wohnung gefahren, habe dort den Toten entdeckt und die Polizei gerufen.

Der Schwerverletzte wurde zunächst im Krankenhaus behandelt.

Update, 10. Mai, 10.02 Uhr: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Wie die Staatsanwaltschaft Rostock weiter mitteilte, konnte inzwischen ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Es handelt sich um den schwer verletzten Mann, der in Tatortnähe gefunden wurde. Er soll sich mit dem späteren Opfer am Freitagabend in seiner Wohnung am Blockmacherring aufgehalten haben. 

Dort wurde der Tote anschließend mit Kopf- und Stichverletzungen gefunden. Der Tatverdächtige wies Schnittverletzungen an der Hand und am Arm auf, so ein Staatsanwaltschaftssprecher. 

Details zum Tathergang und zu den Hintergründen der Gewalttat sind bislang weiter unbekannt. 

Titelfoto: Benjamin Vormeyer / Rostock News

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