Juckreiz am Bodensee! So wappnet man sich gegen massive Mückenplage

Bodensee - Am Bodensee und in vielen Teilen Bayerns herrschen beste Voraussetzungen für Mücken, sich zu vermehren und auszubreiten – vor allem in den Hochwassergebieten.

Entgegen den Gerüchten werden Schnaken weniger durch Licht als durch das Kohlendioxid der Atemluft angelockt.
Entgegen den Gerüchten werden Schnaken weniger durch Licht als durch das Kohlendioxid der Atemluft angelockt.  © 123RF/mycteria

Laut dem Umwelt- und Klimaschutzbeauftragten in einem Teilbereich um den Bodensee, Rainer Bretthauer, sorgen diese perfekten Bedingungen für Schnaken-Eier nun für massenhaften Nachwuchs.

Urlauber und Bewohner sind gleichermaßen von den fliegenden Blutsaugern betroffen. Vermeiden kann man die Attacken so gut wie nicht. Doch einige Punkte könnten helfen, dass Mücken lieber woanders ihr Glück suchen.

Einer der Tipps scheint so banal wie wirkungsvoll: Keine enge Kleidung tragen. Körperbetonte Klamotten ziehen nicht nur Blicke an, auch Schnaken. Durch den Stoff kommen sie ohne Probleme direkt in die Haut.

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Beim legerer Look können sie hier schon ein paar mal nur Luft saugen und sich am Ende vielleicht doch ein anderes Opfer suchen. Auch in der Nähe von Büschen macht man es den Tierchen zu einfach.

Genau dort halten sich Mücken tagsüber auf: "Während der Dämmerung bei mehr als 18 Grad werden sie bissig", wird Bretthauer von der Deutschen Presseagentur (dpa) zitiert.

Immer noch Irrglaube: Licht lockt die Mücken gar nicht an

In einigen Bereichen Bayerns – vor allem auch in den Hochwassergebieten – müssen sich Menschen auf eine große Mückenplage einstellen.
In einigen Bereichen Bayerns – vor allem auch in den Hochwassergebieten – müssen sich Menschen auf eine große Mückenplage einstellen.  © 123rf/jes2ufoto

Und der Biologe hat noch einen weiteren Tipp. Wein statt Bier, stilles Wasser statt Sprudeldrinks.

Denn: "Wenn man sich draußen aufhält und feiern will, dann sollte man keine kohlensäurehaltigen Getränke zu sich nehmen."

Die Kohlensäure wird nämlich über Haut und Atem wieder freigesetzt – und darauf reagieren die schwirrenden Stecher.

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Worauf sie übrigens gar nicht während ihrer Suche nach Blut reagieren, was aber immer noch oft geglaubt wird: Licht. Die Mücken fliegen nicht zu geöffneten Fenstern, weil es dort hell ist. Dort wo es hell ist, sind nur oft Menschen. Denn angelockt werden sie vom Kohlendioxid der Atemluft und an Körperwärme.

Wenn man nicht vorhat, das Atmen einzustellen, wird man das also nicht verhindern können. Sollte man dann gestochen werden, lautet die oberste Devise – und die kennen wir seit Kindestagen: Nicht kratzen! Nach 20 bis 30 Minuten wäre der Juckreiz überstanden. "Das zu überstehen, schaffen die meisten aber nicht."

Warum beispielsweise Tomaten gegen Mücken helfen können und welche Möglichkeiten es noch gibt, findet ihr in unserem TAG24-Ratgeber.

Titelfoto: 123RF/mycteria

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