Papier aus Hanf: Fabrik aus Südniedersachsen ist weltweit gefragt

Dassel - Die Firma Hahnemühle aus Dassel (Landkreis Northeim) verzeichnet eine steigende Nachfrage nach ihrem Hanfpapier.

Heidemarie Hinger und Stefan Müller begutachten ein fertiges Blatt Hanfpapier in der Papierfabrik Hahnemühle.
Heidemarie Hinger und Stefan Müller begutachten ein fertiges Blatt Hanfpapier in der Papierfabrik Hahnemühle.  © Frank Neuendorf/dpa

Vor etwa einem Jahr präsentierte das Unternehmen das Produkt auf der Frankfurter Buchmesse. Laut Unternehmensangaben ist es eines der ersten Hanfpapiere für den digitalen Buchdruck.

Es gebe vor allem aus dem englischsprachigen Ausland - den Vereinigte Staaten, Großbritannien, Australien - eine große Nachfrage nach dem Produkt. Zwei Drittel der Nachfrage käme aus Ländern außerhalb der EU.

Inzwischen habe es auch eine sehr hohe Qualität, sagte Produktmanagerin Heidemarie Hinger. Unter anderem sei die sogenannte Opazität, also die Lichtdurchlässigkeit inzwischen gut.

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Hanfpapier sei vier bis fünf Mal so teuer wie gewöhnliches Papier, erklärte Hinger. Dafür gebe es aber diverse Vorteile: Hanfpapier sei etwa häufiger recycelbar.

Zudem wachse die Pflanze schneller als etwa Bäume, brauche dabei weniger Platz und Wasser. Das macht das Papier nachhaltig und umweltschonend, wie die Managerin betont.

Die Hahnemühle stellt bereits seit 2008 Papier aus verschiedenen Pflanzenfasern für unterschiedliche Anwendungszwecke her - auch aus Hanf. Neu ist die Nutzung für den digitalen Buchdruck.

Das entsprechende Hanfpapier besteht zu 60 Prozent aus Hanffasern und 40 Prozent aus herkömmlichen Fasern.

Titelfoto: Frank Neuendorf/dpa

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