"Tötet Steffen Krach" - Morddrohungen gegen SPD-Regionspräsidenten

Lehrte - Vor dem Rathaus in Lehrte (Region Hannover) sind mehrere Karten aufgetaucht, auf denen zum Mord am Regionspräsidenten Steffen Krach (44, SPD) aufgerufen worden ist.

Hintergrund für die Drohungen gegen Steffen Krach (44, SPD) könnte die geplante Schließung des Klinikums in Lehrte sein.
Hintergrund für die Drohungen gegen Steffen Krach (44, SPD) könnte die geplante Schließung des Klinikums in Lehrte sein.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Das sagte eine Sprecherin von Krach am Montag auf Anfrage. Die Karten wurden demnach bereits Ende April gefunden.

Auf den Karten stand "Tötet Steffen Krach" sowie ähnliche Aufrufe in Bezug auf SPD und Grüne. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Die Polizei war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Auf den Karten stand neben dem Versprechen einer "Belohnung" auch "Krankenhaus Lehrte".

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Hintergrund könnte die geplante Schließung des Klinikums in Lehrte sein. "Besonders nach diesem Wochenende, an dem es einen schlimmen tätlichen Angriff auf einen Europaabgeordneten gab, ist das alarmierend", sagte der Regionspräsident der Zeitung.

Der Vorfall zeige, in welche Richtung die Demokratie steuere. "Von Menschen gewählte Vertreter werden für ihre demokratisch beschlossenen Entscheidungen immer stärker verbal und körperlich angegriffen. Das muss uns wachrütteln", betonte der SPD-Politiker.

In Dresden war am vergangenen Freitag der SPD-Politiker Matthias Ecke (41) von vier jungen Männern beim Aufhängen von Wahlplakaten zusammengeschlagen worden.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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