Andauernder Tarifstreit: Beschäftigte des WDR streiken erneut

Köln – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks (WDR) lassen die vergangenen Tarifverhandlungen nicht auf sich sitzen, weshalb sie am heutigen Mittwoch erneut zu einem Warnstreik aufrufen.

Beschäftigte aus verschiedenen Abteilungen des WDR werden zum Warnstreik aufgerufen.
Beschäftigte aus verschiedenen Abteilungen des WDR werden zum Warnstreik aufgerufen.  © Oliver Berg/dpa

Geplant werden die landesweiten Warnstreiks vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV). Er ist es auch, der vom "schlechtesten Angebot aller Zeiten" spricht. Denn Journalistinnen, Journalisten, Volontärinnen, Volontäre sowie Kameraleute hatten in den vergangenen Monaten auf die teils unzureichenden Gehälter und Honorare aufmerksam gemacht.

Da die Verhandlungen bislang nicht zu einer Einigung geführt haben, rufen der DJV, die Mediengewerkschaft VRFF und ver.di erneut zu einem Warnstreik auf. Dieser begann in der vergangenen Nacht um 2 Uhr und soll diesmal 24 Stunden lang andauern.

Die Streikenden fordern fünf Prozent mehr Gehalt für Feste und fünf Prozent mehr Effektivhonorar für frei Mitarbeitende. Zudem soll es einen "angemessenen Inflationsausgleich" geben, heißt es im Aufruf.

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Gestreikt werden soll an sämtlichen Standorten und in allen Redaktionen des Senders in Nordrhein-Westfalen. In Köln wird ab 11 Uhr in der Innenstadt gestreikt.

Deutscher Journalisten-Verband ruft zu Streik in Köln auf

Ausfall von Sendungen in TV und Radio

Mit dem Streik geht es für die Beschäftigten bereits in die sechste Verhandlungsrunde mit dem WDR, wie das Medienmagazin "DWDL.de" berichtet. "Und das angesichts steigender Arbeitsbelastung und Inflation. Wertschätzung sieht anders aus", so der Verband.

Im September war es zuletzt zu Warnstreiks gekommen. Damals bemerkten auch Zuschauerinnen und Zuschauer etwas davon. Mehrere Sendungen im Fernsehen und Radio fielen aus.

Mit ähnlichen Situationen könnte auch bei diesem Streik gerechnet werden.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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