Zum Holocaust-Gedenktag: NRW-Landtag erinnert an Opfer der NS-Terrorherrschaft

Düsseldorf - Zum Holocaust-Gedenktag erinnern der nordrhein-westfälische Landtag und die Landesregierung am Freitag an die Opfer des Nationalsozialismus.

Der Name eines Holocaust-Opfers wird auf die Außenwand des NRW-Landtags in Düsseldorf projiziert.
Der Name eines Holocaust-Opfers wird auf die Außenwand des NRW-Landtags in Düsseldorf projiziert.  © Federico Gambarini/dpa

In der Gedenkstunde im Landtag in Düsseldorf tritt die 1924 als Kind jüdischer Eltern in Fürth geborene Zeitzeugin Ruth Weiss (98) auf, die Journalistin und Schriftstellerin ist. Ihr Vater konnte nach dem Beginn der Naziherrschaft 1933 mithilfe von Verwandten nach Südafrika auswandern.

Die restliche Familie, darunter die damals elfjährige Ruth, gelangte 1936 nach Johannesburg - auf dem letzten Schiff mit jüdischen Geflüchteten, das in Südafrika anlegen durfte.

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Er ist der Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz 1945 durch Soldaten der Roten Armee.

Täter jagen Geldautomaten in die Luft: Haus evakuiert
Düsseldorf Täter jagen Geldautomaten in die Luft: Haus evakuiert

Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst (47, CDU) und Landtagspräsident André Kuper (62) halten Ansprachen im Landtag.

Für die jüdischen Verbände in Nordrhein-Westfalen spricht Zwi Rappoport, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe.

Nach Schüssen: Vertreter der jüdischen Gemeinde in Essen zu Gast

Eingeladen sind auch Vertreterinnen und Vertreter der Jüdischen Landesverbände, des Landesverbands deutscher Roma und Sinti NRW und des Queeren Netzwerks NRW sowie der Vorstand der jüdischen Gemeinde in Essen.

Im November 2022 war in Essen mindestens dreimal auf das frühere Rabbinerhaus an der Alten Synagoge geschossen worden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

Mehr zum Thema Düsseldorf: