Büsum - Alarm auf der Nordsee! Am Samstag sind drei Personen - ein Ehepaar und der gemeinsame Sohn - vor Büsum (Schleswig-Holstein) in Lebensgefahr geraten. Ihr Boot kenterte auf hoher See.
Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, hatte sich der Skipper einer Segelyacht gegen 12 Uhr bei der deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, gemeldet.
Er hatte beobachtet, dass etwa eine Seemeile (circa 1,8 Kilometer) vor Büsum ein sogenannter Jollenkreuzer gekentert war. Drei Menschen waren dabei ins Wasser gestürzt und trieben nun im Nahbereich ihres Bootes in der Nordsee.
Sofort machte sich der in Büsum stationierte Seenotrettungskreuzer "THEODOR STORM" auf den Weg und traf wenige Minuten später am Einsatzort südwestlich der Büsumer Perlebucht ein. Zu diesem Zeitpunkt klammerten sich zwei Männer - Vater und Sohn - an das gekenterte Boot.
Die Ehefrau beziehungsweise Mutter war in der Zwischenzeit bereits von einer Yacht aus dem Wasser geholt worden, sodass sich die Seenotretter auf die beiden Schiffbrüchigen konzentrieren konnten. Sie wurden unverletzt aus der Nordsee gerettet.
Seenotretter schleppen gekenterten Jollenkreuzer nach Büsum
Im Anschluss an die Menschenrettung kümmerte sich die Besatzung der "THEODOR STORM" um den gekenterten Jollenkreuzer, der teilweise bereits unter Wasser lag. Mit dem Arbeitsboot "NIS PUK" schleppten die Retter das Boot aus dem Fahrwasser und brachten es zum Büsumer Hauptstrand.
Dort wurde der rund sieben Meter lange Jollenkreuzer gesichert. Mit Unterstützung der Büsumer Feuerwehr bereiteten die Eigentümer das Boot anschließend für eine endgültige Bergung vor.
Laut den Seenotrettern herrschten zur Unglückszeit Winde der Stärke 4, in Böen bis Stärke 6 (bis zu 28 beziehungsweise bis zu 50 km/h) aus nordwestlicher Richtung und teils kräftige Regenschauer.